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Wieder ein Andretti in der Formel 1?

Mario Andretti würde seinen Enkel Marco – der am Sonntag bei den 500 Meilen von Indianapolis nur knapp unterlag – gerne in der Formel 1 sehen.

Fotos: Honda USA

Am vergangenen Wochenende bahnte sich bei den 90. 500 Meilen von Indianapolis eine Sensation an: Der erst 19jährige IRL-Rookie Marco Andretti übernahm nach der letzten Gelbphase die Führung und wehrte bei seinem ersten Indy-500-Auftritt einen Angriff des routinierten Sam Hornish junior ab, doch auf der Zielgeraden wurde der US-Amerikaner mit dem berühmten Namen noch von Hornish abgefangen, erreichte aber vor seinem Vater Michael als Zweiter das Ziel.

Die Leistung von Marco Andretti, der die Familien-Tradition der Andrettis fortsetzt, kommt aber nicht von ungefähr: Großvater Mario war unter anderem Formel-1-Weltmeister 1978, er möchte seinen Enkel in Zukunft auch in der Formel 1 sehen. Sohn Michael hat an seine Formel-1-Zeit 1993 jedoch keine guten Erinnerungen. Als Teamkollege von Ayrton Senna bei McLaren gab er nach 13 Rennen und nur einer Podiumsplatzierung frustriert auf.

"Ich würde es gern sehen, wenn er mit Ferrari in die Formel 1 kommt", wird Mario Andretti von der Gazzetta dello Sport zitiert. Der heute 66jährige mit italienischen Vorfahren startete, über mehrere Jahre verteilt, insgesamt 13 Mal für die Scuderia in der Formel 1. Am vergangenen Sonntag aber überwog noch die Verbitterung über die Fortsetzung des "Andretti-Fluchs" in Indianapolis.

Mario Andretti gewann zwar 1969 dieses große Rennen, scheiterte aber bei weiteren Versuchen trotz unzähliger Führungsrunden ebenso wie seine beiden Söhne Michael und Jeff, Neffe John und nun Enkel Marco. "Ich bin enttäuscht, ich hätte gern gewonnen", so Marco Andretti. "Aber ich bin dennoch glücklich, es ist großartig zu sehen, dass die Leute um mich herum zufrieden mit dem waren, was ich getan habe."

Für eine Formel-1-Karriere ist es vielleicht noch ein wenig früh, doch der Name Andretti könnte einige Türen öffnen, die für andere verschlossen bleiben...

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