MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Anarchie" in der Formel 1

Ohne einheitliche Rundenzeiten kursieren im Hinblick auf den ersten Testtag in Monza verschiedenste Ergebnisse. Sicher ist nur: Zehn Piloten waren am Werk.

Michael Noir Trawniczek

Die moderne Formel 1-Medienmaschine, die jede noch so winzige Geringfügigkeit zu einer "News" verwurstet, gelangt offensichtlich recht schnell an ihre Grenzen. Weil die Streckenbetreiber der Monza-Rennbahn im Gegensatz zum spanischen "Circuit de Catalunya", der auf seiner Website ein Live-Timing anbietet, keine Testzeiten veröffentlicht, herrschte gestern Abend das Chaos im Medienwald - die Bestzeithalter variierten: Robert Kubica. Giancarlo Fisichella. Oder Nick Heidfeld.

Der Hintergrund: Die Medienvertreter müssen mit den von den Teams herausgegebenen Rundenzeiten auskommen - und diese Zeiten sind unterschiedlich. Beispiel Nick Heidfeld: Renault gab ihm Rang 2 mit einer Zeit von 1:23.647 Minuten. Bei seinem Arbeitgeber BMW Sauber wurde Heidfeld als Schnellster angegeben, dafür legte man mit 1:23.648 Minuten quasi eine 1/1000-Sekunde drauf. Laut Honda wiederum wurde Heidfeld nur Vierter, mit 1:24.001. Die Kollegen von Autosport reihten Heidfeld als Zweiten ein, gaben ihm eine Rundenzeit von 1:23.656.

Dass Testzeiten wenig aussagekräftig sind, ist eine altbekannte Tatsache - die unterschiedlichen Rundenzeiten sind hilfreich: Jegliches Spekulieren über Kräfteverhältnisse wird damit ad absurdum geführt.

Was sonst zum ersten Testtag zu sagen ist: Die beiden Reifenfirmen testen ihre Pneus für die beiden Überseerennen. Es soll sich um eher weiche Mischungen handeln, wobei jene für Indianapolis härter zu sein scheint.

Es gab drei Testunterbrechungen: Gleich am Morgen verendete der Honda von Davidson mit Motorschaden auf der Strecke. Am Nachmittag erwirkten Robert Kubica (BMW/Motorschaden), Ricardo Zonta (Toyota/Mechanikdefekt) und Alex Wurz (Williams/Mechanikdefekt) eine rote Flagge. Die Tests werden heute Mittwoch und morgen Donnerstag fortgesetzt.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel-1-Testfahrten

Weitere Artikel:

Pizzonia: Habe Sohn verteidigt

Ehemaliger Williams-Pilot in den USA verhaftet

Antonio Pizzonia wurde am Wochenende in Texas verhaftet - Der ehemalige Formel-1-Pilot wollte laut eigener Aussage seinen Sohn vor einem anderen Mann verteidigen

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord