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Jerez-Tests: Ferrari erneut an der Spitze

Die Ferrari-Piloten Felipe Massa und Luca Badoer dominieren auch in Jerez; Lewis Hamilton (McLaren) auf Rang drei, Christian Klien (Honda) guter Vierter.

Ferrari begann die zweite Welle der Wintertestfahrten als Eingewöhnung auf die Bridgestone-Einheitsreifen – diesmal mit der weicheren Mischung – so, wie sie den ersten Einsatz in Barcelona beendet hatten: Auch in Jerez de la Frontera war Ferrari für die Konkurrenz nicht zu knacken. Felipe Massa fuhr in 1:19.462 Minuten die Tagesbestzeit gefolgt von Testfahrer Luca Badoer (+ 0,246 Sekunden), der sich einen Dreher leistete.

McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton lag nach 79 Runden als Dritter bereits 0,783 Sekunden hinter der Bestzeit, während Pedro de la Rosa (+0,980 Sekunden/65 Runden) nicht über Rang sieben hinauskam. Insgesamt aber lagen die Zeiten im Mittelfeld sehr eng beieinander. Zwischen Rang drei und Rang 14 bestand lediglich ein Unterschied von einer Sekunde.

Erfreulich verlief auch der Testtag von Christian Klien, der im Honda RA106 auf Rang vier kam – 0,932 Sekunden hinter der Spitze. Ihm zur Seite stand der zweite Testfahrer des Teams, James Rossiter, der 1,263 Runden zurück auf dem achten Platz landete und den positiven Honda-Eindruck bestätigte.

Formel-1-Debüt von Kohei Hirate

Franck Montagny fuhr in seinem ersten offiziellen Testeinsatz für Toyota, nachdem er bereits vor einigen Wochen in Silverstone als Ersatz fungiert hatte, auf den fünften Platz und verfehlte nur um vier Tausendstelsekunden die Marke des besten japanischen Autos. Mit 96 Runden gehörte der Franzose aber zu den fleißigeren Fahrern des Tages. Im zweiten TF106B saß mit Kohei Hirate ein Pilot aus dem Toyota-Nachwuchsprogramm zum ersten Mal im Formel-1-Boliden. Er beendete den Debüttag 1,962 Sekunden zurück auf Rang 15.

Eine starke Vorstellung zeigte auch Anthony Davidson im Super Aguri. Der Engländer steuerte wieder als Interimsauto bezeichnete Modell, in Wahrheit ein umlackierter Honda RA106, der bis zum Debüt des SA07 als Testfahrzeug zum Einsatz kommt. Davidsons Bestzeit war nur 0,975 Sekunden langsamer als die Spitze, was ihm Rang sechs einbrachte. Gegen Mittag legte ein Schaden am Auto aber den Testbetrieb lahm.

Keine Spitzenzeiten von Renault

Renault hatte mit den vorderen Rängen nicht viel zu tun. Heikki Kovalainen (+1,322 Sekunden/67 Runden) erreichte immerhin noch Rang neun, während Giancarlo Fisichella, der zum ersten Mal seit dem Saisonfinale in São Paulo wieder im Auto saß, nur 14. wurde. Der Römer verursachte dabei auch eine Testunterbrechung, als ein Defekt ihn zum Halt zwang.

Gegenüber den Barcelona-Tests präsentierte sich R·B·R ein wenig stärker, für Mark Webber (+1,591 Sekunden) reichte es dennoch nur zu Rang zehn. Weniger als zwei Zehntelsekunden langsamer war Michael Ammermüller (Platz zwölf), dessen Zukunft in der GP2-Serie im Meisterteam ART gesichert ist.

Rosberg und Liuzzi als Solofahrer

Mit Topzeiten hielt sich auch BMW Sauber zurück. Robert Kubica, der gegen Mittag mit seinem F1.06 einen Ausrutscher zu verzeichnen hatte, erreichte mit einem Rückstand von 1,617 Sekunden nur Rang elf. Sebastian Vettel bildete in der Zeitenliste gar das Schlusslich: 2,605 Sekunden Rückstand, Platz 17.

Mit nur einem Auto testete Williams: Nico Rosberg, der seinen ersten Einsatz bei den Wintertestfahrten verzeichnete, landete im Williams-Toyota FW28B nur auf Rang 13 – 1,72 Sekunden hinter der Spitze. Solo war auch Vitantonio Liuzzi im Toro Rosso unterwegs. Der Italiener beendete seinen ersten Testtag auf Rang 16.

Testzeiten:

 1.  Massa        Ferrari      1:19,462
2. Badoer Ferrari 1:19,708
3. Hamilton McLaren 1:20,245
4. Klien Honda 1:20,394
5. Montagny Toyota 1:20,398
6. Davidson Super Aguri 1:20,437
7. de la Rosa McLaren 1:20,442
8. Rossiter Honda 1:20,725
9. Kovalainen Renault 1:20,784
10. Webber R·B·R 1:21,053
11. Kubica BMW Sauber 1:21,079
12. Ammermüller R·B·R 1:21,143
13. Rosberg Williams 1:21,182
14. Fisichella Renault 1:21,183
15. Hirate Toyota 1:21,424
16. Liuzzi Toro Rosso 1:21,472
17. Vettel BMW Sauber 1:22,067

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