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Alonso: "F1 hat mit Sport nicht viel zu tun"

Weltmeister Alonso vertritt nach wie vor die Meinung, dass die Formel 1 kein richtiger Sport sei, freut sich aber dennoch auf eine hart umkämpfte Saison.

Fernando Alonso sorgte in der vergangenen Formel-1-Saison für viel Aufsehen, als er die „Königsklasse des Motorsports” hart kritisierte, nachdem man ihm nach der Qualifikation zum Großen Preis von Italien in Monza eine ungerechtfertigte Strafe auferlegt hatte, da er in den Augen der Rennleitung Ferrari-Pilot Felipe Massa behindert hatte. Zuvor war er schon in Budapest von den Stewards bestraft worden, zudem wurde der Einsatz des von Renault eingeführten Schwingungstilgers verboten. Der Weltmeister fühlte sich dadurch benachteiligt.

Für den 25jährigen steht weiterhin fest, dass die Formel 1 kein sauberer Sport ist: "Formel 1 ist Business und Glamour und alles mögliche. Mit Sport, wie ich ihn interpretiere, hat es nicht viel zu tun. Wer das nicht sieht, verschließt die Augen", erklärte der Rennfahrer aus Oviedo in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus.

Als zweimaliger Weltmeister ist der Spanier in diesem Jahr die Messlatte für alle anderen Piloten, nachdem Rekordsieger Michael Schumacher nicht mehr dabei ist: "Natürlich wird es schwierig, wenn jeder dich kriegen will und auf Fehler lauert. Aber ich fühle mich gut dabei, ich bin glücklich."

Michael Schumacher hatte einst erklärt, dass er seinen Helm an den Nagel wird, wenn es einen jüngeren Fahrer gibt, der ihm den Rang abläuft und dazu zwingt, über sein eigenes Limit zu gehen. Alonso glaubt jedoch nicht, dass er es war, der den Kerpener zum Rücktritt bewegt hat: "Michael hat aufgehört, weil ihn jetzt eben andere Dinge motivieren - wie seine Familie. Die Entscheidung hatte er wohl schon vor dem Saisonstart getroffen."

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