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Philipp Eng fährt wieder

Die Formel BMW ist für Philipp Eng keine Unbekannte, schließlich ist er ja der amtierende Weltfinalsieger dieser Kategorie.

Seit seinem letzten Formel BMW-Rennen hat sich jedoch einiges verändert. Die Serie wurde zur Europameisterschaft. "Es ist nicht mehr das, was es einmal war, die Formel BMW Europa ist viel härter geworden", sagt Eng.

Im letzten Jahr hätte ein Rückstand von 1,2 Sekunden wahrscheinlich Startplatz 12 oder 13 bedeutet, "in diesem Jahr ist man damit beinahe Letzter", betont er. Trotzdem hat er sich über sein Renncomeback riesig gefreut. "Es war toll, dass ich endlich wieder Rennen fahren durfte."

Wie schwierig war die Umstellung auf den Formel BMW? - "Am Anfang extrem schwierig", lautet Engs simple Antwort. Denn er saß lange nicht mehr in einem Formel BMW-Boliden.

"Ein Formel 3-Auto hat viel mehr Leistung und Downforce, deshalb habe ich das Auto am Anfang überfahren." Es dauerte bis zum zweiten Lauf am Sonntag, dann hatte sich er wieder an sein altes, neues Arbeitsgerät angepasst. "Im zweiten Rennen konnte ich langsam wieder die Zeiten der Spitze fahren."

Das zeigte sich in einer starken Aufholjagd: von Startplatz 26 fuhr er auf Platz 12 nach vorne. "Ich hatte eine sehr gute erste Runde, habe in den ersten drei Kurven gute Lücken gefunden und etliche Positionen gutgemacht", berichtet er. Auch danach konnte er auf seine Vorderleute aufholen, musste jedoch dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. "Außerdem war es im Verkehr schwierig, zu überholen."

Wie kam es zum Comeback in der Formel BMW?

Auch nach Philipp Engs Wechsel in die Formel 3 riss der Kontakt zu seinem ehemaligen Formel BMW-Teamchef Peter Mücke nicht ab. Vor einigen Wochen wurde gemeinsam die Idee geboren, für Mücke in der Formel BMW Europa zu starten: "Gleichzeitig arbeiten wir an einem Paket für 2009.“

Warum ist Rennpraxis so wichtig? Das Renncomeback ist gleich aus zwei Gründen gut: einerseits wollen Rennfahrer immer Rennen fahren, andererseits steht Engs Saisonhighlight noch bevor - ein Formel 1-Test mit dem BMW Sauber F1 Team, den er für seinen Gewinn des Formel BMW-Weltfinales 2007 erhält.

"Ich habe trainiert wie ein Tier, vor allem im Nackenbereich, damit mir beim F1-Test nicht der Kopf wegfliegt", beschreibt Eng sein Trainingsprogramm der letzten Wochen. "Es wäre nicht gut gewesen, vor dem F1-Test ein halbes Jahr lang nicht gefahren zu sein."

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