MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Kompromiss nur mit Einstimmigkeit möglich

Die Regeln für 2010 müssen laut Sportkodex von allen 13 Teams abgesegnet werden – FIA-Boss Mosley bittet die Teams um rasches Handeln.

Trotz einiger Spannungen auch nach den Entscheidungen des Motorsport-Weltrats in Paris scheint im Streit um das Reglement 2010 zwischen der Teamvereinigung FOTA und dem Automobilweltverband FIA grundsätzlich Einigkeit zu bestehen. Doch die gefundene Kompromisslösung ist ohne Zustimmung von weiteren Parteien nichts wert.

Denn wie FIA-Präsident Max Mosley in verschiedenen Briefen an die FOTA beziehungsweise an die fünf nicht der FOTA angehörenden Teams (Force India, Williams, Campos, Manor und US F1) unterstreicht, können die vorherigen Beschlüsse des Weltrats nur dann gekippt werden, wenn alle für 2010 eingeschriebenen Formel-1-Teilnehmer zustimmen. Dafür verantwortlich ist Artikel 66 des Internationalen Sportkodexes der FIA.

"Wie Sie wissen besagt Artikel 66 des Internationalen Sportkodexes, dass die veröffentlichten Regeln ohne Zustimmung aller bestätigten Teilnehmer nicht verändert werden können", so Mosley in einem Schreiben an die Nicht-FOTA-Teams. "Folglich erfordern Änderungen der 2010er-Regeln ihre Zustimmung." Der Brite bittet aus diesem Grund darum, dieses Thema möglichst rasch anzugehen und der FIA ein Regelwerk auszuhändigen, mit dem alle 13 Teams einverstanden sind.

Das könnte schon morgen passieren, wenn am Nürburgring erstmals nicht nur die bestehenden zehn Rennställe aufeinandertreffen, sondern auch die drei neuen. Sollte in den nächsten Wochen keine Einigung gefunden werden, will Mosley den FIA-Senat einschalten - aber unter Vorbehalt: "Ich hoffe, dass dies nicht notwendig sein wird." Denn in acht Monaten beginnt schon die neue Saison, sodass Zeit zu einem kostbaren Gut geworden ist.

Sobald sich die Teams untereinander einig sind, müssen sie die vereinbarten Regeländerungen an die FIA weiterleiten, damit diese die Formalitäten erledigen kann. Selbstläufer ist das keiner: Force India und Williams werden als Motorenkunden von FOTA-Mitgliedern zwar sicher keinen Protest einlegen, aber besonders Campos und Manor haben unter der Annahme einer Budgetobergrenze für 2010 genannt. US F1 wird definitiv auch ohne Budgetobergrenze antreten.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Abrechnung mit Marko & Jos

"Musste ständig Scheiße aufwischen"

Christian Horner rechnet in seiner Autobiografie mit Helmut Marko und Jos Verstappen ab - Ralf Schumacher kritisiert das scharf: "Man kartet nicht so nach"

DTM-Rennen Hockenheim 2

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026!

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026: Dem Manthey-Pilot reicht der dritte Platz hinter Maro Engel und Teamkollege Ricardo Feller, um seinen zweiten Titel zu feiern

F1 vor Rückkehr nach Afrika

Deal für Ruanda kurz vor Abschluss

Die Anzeichen dafür, dass die Formel 1 2030 einen Grand Prix in Ruanda austragen wird, verdichten sich - WurzDesign plant Rennstrecke in der Nähe von Kigali

F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest

Jetzt droht der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch