MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Glock mit viel Set-Up Arbeit in Bahrain

Beim Testauftakt in Bahrain holte sich Timo Glock mit dem neuen Toyota TF107 die Bestzeit; knapp dahinter Felipe Massa mit dem F60.

Immerhin: Die Teams, die in Jerez geblieben sind, mussten sich heute sogar mit Regen herumschlagen, aber dass die Bedingungen in der Sakhir-Wüste nahe Manama zum Auftakt der Testwoche ebenfalls schlecht sein würden, damit hätte wohl kaum jemand gerechnet. Davon betroffen waren Ferrari, das BMW Sauber F1 Team und Toyota.

Die drei Rennställe haben die Strecke bis inklusive Freitag für sich gemietet. Die weite Reise nach Bahrain ist zwar wesentlich kostspieliger als ein Test in Spanien, andererseits ist aber auch die Wahrscheinlichkeit für perfekte Bedingungen wesentlich größer. Trotzdem gab es heute Morgen eine Verzögerung um zwei Stunden: Das Wüstenreich lag inmitten in einer riesigen Nebelschwade, sodass der Rettungshubschrauber nicht starten konnte.

Langsamer Beginn in der Wüste

Als es dann doch endlich losging, beschränkten sich Felipe Massa, Robert Kubica und Timo Glock zunächst darauf, den vielen Wüstensand von der Strecke zu fahren und am Basissetup zu arbeiten. Massa gab dabei von den Rundenzeiten her von Anfang an den Ton an und stand am Vormittag mit einer Bestmarke von 1:33.656 Minuten ganz vorne. Doch im Laufe des Tages baute das 5,412 Kilometer lange Asphaltband natürlich immer mehr Grip auf.

Nach dem eher verpatzten Start in den Winter scheint der F60 in Bahrain schon deutlich besser zu laufen - trotz völlig unveränderter Aerodynamik. Ferrari konzentrierte sich nicht ausschließlich auf die Technik, sondern übte auch Boxenstopps und einige andere Prozeduren, damit die Mechaniker rechtzeitig vor dem Saisonauftakt am 29. März wieder in Schuss kommen. Am Ende stand für Massa nach 98 Runden eine Bestzeit von 1:33.615 Minuten zu Buche.

Toyota schneller als Ferrari

Das bedeutete jedoch nur den zweiten Platz, schließlich konnte sich der Brasilianer wegen eines Longruns mit viel Gewicht am Nachmittag nur marginal steigern. Um 0,114 Sekunden schneller als Massa war zum Auftakt Glock, der mit dem neuen Toyota TF107 einen problemlosen Tag erlebte und 82 Runden absolvierte. Das hat natürlich noch nicht allzu viel zu bedeuten, ist aber zumindest schon mal kein schlechtes Omen.

Auf dem dritten und letzten Platz landete Kubica, der mit seinem F1.09 wegen eines mechanischen Defekts gegen Mittag stehen blieb und sein Programm vorübergehend unterbrechen musste. Sein Auto wurde jedoch per LKW zurück an die Box gebracht, sodass der Pole später wieder auf die Strecke gehen konnte. Auf der Stoppuhr fehlten ihm heute 0,201 Sekunden. Sein Pensum von 95 Runden war trotz allem recht ansehnlich.



Testzeiten Tag 1


Pos Fahrer         Team                    Zeit    Runden
 1.  Glock         Toyota                 1:33.501   82
 2.  Massa         Ferrari                1:33.615   98
 3.  Kubica        BMW-Sauber             1:33.702   95

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1-Tests Bahrain

Weitere Artikel:

Mick Schumacher im Interview

"Großartige Dinge am Horizont"

Nach den ersten vier Rennwochenenden seiner ersten IndyCar-Saison spricht Mick Schumacher über Herausforderungen, Hoffnungen, Pläne und die Formel 1

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…

Max Verstappen auf der Nordschleife

Zwischen Siegchance und Tragödie

Max Verstappen erlebt extremes Wochenende auf der Nürburgring-Nordschleife: Erst eine Tragödie, dann eine tolle Show und letztlich ein bitteres Ende

Zwei Reifentöpfe und "Lex Rene Rast"

So sieht das neue DTM-Reglement aus

Die DTM hat kurz vor dem Auftakt das Reglement 2026 veröffentlicht: Wie die Teams jetzt strategisch gefordert werden und was es mit der Lex Rene Rast auf sich hat

Zwischen Wachstum und Identität

MotoGP will keine F1-Kopie werden

Milliarden-Übernahme, Millionen Fans, aber kein Kurs Richtung Formel 1: MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta erklärt, warum der Sport bewusst anders bleiben will