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Bianchi und Van der Zande siegreich

Am vergangenen Wochenende, beim F3ES-Lauf in Barcelona, feierten Jules Bianchi und Renger van der Zande die Siege in den beiden Rennläufen.

Fotos: DTM

Jules Bianchi (ART Grand Prix) gewann auf dem 2,977 Kilometer langen Circuit de Catalunya sein siebtes Rennen in dieser Saison der Formel 3 Euro Serie. Der Franzose überquerte die Ziellinie 1,071 Sekunden vor Alexander Sims (Mücke Motorsport), der als bester Rookie Zweiter wurde. Andrea Caldarelli (SG Formula) sorgte mit Rang drei als weiterer Rookie für den ersten Podestplatz seines Teams in der laufenden Saison. Bianchi bleibt auch nach dem 15. Saisonrennen weiterhin Tabellenführer.

Jules Bianchi zeigte sich gut erholt von seinem schwachen Wochenende von Brands Hatch, das er mit zwei Unfällen und ohne Punkte beendet hatte. Von der Pole-Position fuhr er einem Start-Ziel-Sieg entgegen. Hinter ihm reihten sich drei Rookies ein: Alexander Sims, Andrea Caldarelli und Valtteri Bottas (ART Grand Prix), gefolgt von Henkie Waldschmidt (SG Formula) und Christian Vietoris (Mücke Motorsport). Schon in der ersten Kurve war das Rennen für Nick Tandy (Kolles & Heinz Union), Jean Karl Vernay (Signature) und Stefano Coletti (Prema Powerteam) nach einem Unfall beendet. Um die Havaristen abzuschleppen, kam das Safety-Car für fünf Runden auf die Strecke.

Jules Bianchi (ART Grand Prix): „Es war kein einfaches Rennen. Mein Start war nicht gut, aber ich konnte vorne bleiben. Im Laufe des Rennens durfte ich mir keinen Fehler erlauben, denn Alex Sims war dicht hinter mir. Nach meinem schlechten Wochenende von Brands Hatch tut der Sieg hier besonders gut.“

Alexander Sims (Mücke Motorsport): „Mein Start war sehr gut. Beim Restart nach der Safety-Car-Phase war ich nicht schnell genug und Andrea zog an mir vorbei. Ich konnte aber kontern. Mein Auto war fantastisch und ich konnte den Anschluss an Jules wieder herstellen. Für einen Angriff reichte es aber nicht.“

Andrea Caldarelli (SG Formula): „Mein Start ins Rennen war nicht toll, der Restart aber dafür umso besser. Ich konnte den dritten Platz das ganze Rennen lang halten und war nur knapp hinter Jules und Alex. Erst am Ende wurde es schwieriger und ich musste meine beiden Vordermänner ziehen lassen. Der dritte Platz ist toll und wichtig für mich und mein Team SG Formula. Ich hoffe, das geht nun so weiter.“

Lauf 2

Der Sieg im Sonntag-Rennen der Formel 3 Euro Serie auf dem 2,977 Kilometer langen Circuit de Catalunya ging an Renger van der Zande (Motopark Academy). Der Niederländer holte für das Team aus Oschersleben bereits im ersten Jahr in der Formel 3 den ersten Triumph. Hinter ihm wurden Alexander Sims (Mücke Motorsport) und Basil Shaaban (Prema Powerteam) abgewinkt. Shaaban ist der erste Libanese auf einem Podium der Formel 3 Euro Serie. Jules Bianchi beendete den 16. Saisonlauf als Fünfter und bleibt in der Gesamtwertung weiterhin vorne.

Der Kampf an der Spitze war nur auf den ersten Metern spannend. Shaaban erwischte einen guten Start und hätte fast die Führung übernommen. Doch Pole-Mann Renger van der Zande konnte den Libanesen gerade noch hinter sich halten. Danach fuhr der Niederländer, der in Barcelona das Cockpit von Atte Mustonen übernahm, einem sicheren Sieg entgegen. Shaaban war lange Zweiter und wehrte die Angriffe von Alexander Sims ab. Erst in der 24. Runde gelang es dem britischen Rookie, Shaaban auf den dritten Rang zu verdrängen.

Renger van der Zande (Motopark Academy): „Ich freue mich sehr, dass ich hier gewinnen konnte. Wir sind ein neues Team und arbeiten hart, um diese Ergebnisse einfahren zu können. Ich bin hier mein zweites Rennen für Motopark gefahren und musste mich erst einmal wieder an die Kumho-Reifen gewöhnen. Für die letzten beiden Saisonmeetings bin ich nun sehr optimistisch.“

Alexander Sims (Mücke Motorsport): „Ich hatte einen sehr guten Start und war Dritter hinter Basil. Er ist ein tolles Rennen gefahren. Als er dann doch einmal einen kleinen Fehler machte, konnte ich ihn überholen. Basil hat aber auch sehr gut reagiert, als ich neben ihm auftauchte.“

Basil Shaaban (Prema Powerteam): „Es ist traumhaft, hier auf dem Podest zu stehen. Gestern habe ich meine ersten Punkte in einem internationalen Rennen geholt und heute das erste Podium. Ich bin so glücklich. Der Schritt, vor Beginn der Saison zum Prema Powerteam zu wechseln, hat mir einen zusätzlichen Schub gegeben.“

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