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Riesiges Starterfeld: 257 Piloten

Brandauer gewinnt beim "Granitbeisser" in Schrems

Eigentlich bevorzugt Erich Brandauer die besonders selektiven Streckenführungen, in Schrems gewann er ausnahmsweise auch "light".

Foto: Daniela Werner

Brandauers bevorzugte Spielwiesen sind entweder völlig unfahrbar sind oder zumindest extrem gurchteinflössend - das Erzberg-Rodeo zum Beispiel oder die Red Bull Romaniacs. Heuer ist der gewichtige Zweiradartist mit dem geschmeidigen Fahrstil aber auf allen Strecken sensationell schnell.

Am Wochenende holte er sich beim "Granitbeisser Light“ in Schrems den Siegerpokal. Husaberg-Markenkollege Niki Stelzmüller aus Oberösterreich wurde Dritter hinter KTM-Pilot Andreas Leimhofer, Enduro-Edelpensionist Joe Lechner unterstrich mit Rang acht die Schlagkraft des Alters.

Zwei Pokale an zwei Wochenenden

Schon beim Rock Race Roppen vor einer Woche ließ Brandauer keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit seines Vorhabens. 12 Trial-Staatsmeisterschaftstitel werden mit seinem Namen verbunden: "Die waren alle im vorigen Jahrtausend. Das ist lange her“, ist der 39jährige Steinmetzmeister aus Pottenstein (Niederösterreich) bescheiden.

Seit Jahren zählt er zu den Spitzenfahrern in der Austrian Cross Country Championship und bei Extremendurobewerben. "Aber heuer taugt es mir besonders: Ich komme mit meiner neuen Husaberg 570 FE immer besser zu recht. Nur beim Fahrwerk haben wir noch Arbeit. Aber eigentlich geht es schon recht gut. Und das ganze Umfeld und Training stimmen auch."

Bolzerstrecke in Schrems

Beim „Granitbeisser Light“ in Schrems siegte Brandauer erstmals auf einer richtigen Bolzerstrecke. Und das eindeutig: Der Husaberg-Pilot gab vom Start weg die Führung nicht aus der Hand und gewann mit mehr als einer Minute Vorsprung.

"Light war nur das Wetter, ansonsten war alles da, was müde macht – Felsen, Schlamm, Sand, Wald und Wiese. Vor allem war es sehr schnell und sehr wellig“, erzählt Joe Lechner. Der Rennpensionist und Enduro-Eventveranstalter aus Oberösterreich war mit seinem achten Platz durchaus zufrieden. Aufs Podium kletterte als Dritter Niki Stelzmüller aus Atzbach (Bezirk Vöcklabruck).

Lange Zeit auf Pokalkurs war KTM-Marketingchef Andreas Hengstberger. Er wurde jedoch von einem "Patschen" am Hinterrad eingebremst, wurde aber noch Fünfter. Sensationell war auch das Teilnehmerfeld: In zwei Rennen waren in Schrems insgesamt 257 Enduristen am Werk.

"Granitbeisser Light" in Schrems - Die Top 10

1. Erich Brandauer (Husaberg)
2. Andreas Leimhofer (KTM)
3. Niki Stelzmüller (Husaberg)
4. Edi Ederer (KTM)
5. Andreas Hengstberger (KTM)
6. Peter Bachler (Husaberg)
7. Herbert Lindtner (Sherco)
8. Joe Lechner (BMW)
9. Rüdiger Wolfgruber (Honda)
10. Franz Gradl (KTM)

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