MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Soucek: "Ein fantastisches Gefühl!"

Andy Soucek hat es geschafft: Als dritter Fahrer von Virgin kommt er in die Formel 1. Im Interview spricht er über die "Königsklasse" und die Bedeutung der Formel 2.

Andy Soucek hat sein nächstes großes Ziel erreicht: Der amtierende Champion der neuen Formel 2 hat einen Vertrag bei Virgin unterschrieben und steigt als Test- und Ersatzfahrer in die Formel 1 ein. Zuletzt arbeitete der 24jährige in Barcelona an der Weiterentwicklung des Williams JPH1B, dem Formel-2-Boliden der zweiten Generation. Im Interview spricht er sowohl über seine Zukunft in der Formel 1 als auch über die Formel 2.

Frage: "Wie hat es sich angefühlt, als sich dein lang gehegter Formel-1-Traum erfüllt hat?"

Soucek: "Großartig. Ich konnte es nicht einmal richtig glauben, als ich den Vertrag unterschrieben habe. Es ist ein fantastisches Gefühl zu wissen, dass ich zu einem Formel-1-Team gehöre und bei Bedarf an Grand Prix teilnehmen könnte. Es wird nicht einfach, aber ich weiß, dass ich viel lernen werde, um mich auf das Rennfahren in der Formel 1 vorzubereiten."

"Was mir an dem Projekt besonders gut gefällt, ist dass ich von Anfang an eng mit eingebunden werde. Ich werde im Simulator fahren, ich werde bei jedem Test und jedem Grand Prix sein und an jedem Treffen der Fahrer mit den Ingenieuren teilnehmen. Ich werde also ein richtiges Teammitglied sein."

"Wie sehr hat dir der Titelgewinn in der Formel 2 dabei geholfen, in die Formel 1 zu kommen?"

"Durch den Titelgewinn und die gewonnene Testfahrt in der Formel 1 konnte ich mich besser profilieren. Ich hatte zwar schon in der GP2 einige gute Ergebnisse, aber erst, als ich in der Formel 2 Siege geholt habe, kam die Sache wirklich ins Rollen. Jeder weiß, dass in der Formel 2 der Fahrer das Wichtigste ist und ich habe das Gefühl, dass die Leute an meiner Performance im vergangenen Jahr gesehen haben, dass ich gut genug bin für die Formel 1. Der Preis hat natürlich das Seine dazu beigetragen, weil ich so in Jerez in einem Formel-1-Auto zeigen konnte, was ich drauf habe. Es lief gut, aber es wäre nicht möglich gewesen, wenn ich nicht in der Formel 2 Erfolg gehabt hätte."

"Was würdest du talentierten jungen Fahrern sagen, die überlegen, in die Formel 2 zu gehen? Und was sind die größten Vorteile dieser Serie?"

"Ich würde die Formel 2 jedem jungen Fahrer empfehlen und vor allem denjenigen, die nicht das Budget haben, um in der GP2 zu fahren. Die Formel 2 ist ein tolles Sprungbrett in Richtung Formel 1 und man lernt dort sehr viel. Die Leute sagen, dass es schwierig sei, wenn man nicht mit einem Team zusammenarbeitet. Aber in der Formel 2 ist man als Fahrer für jedes kleinste Detail verantwortlich. Natürlich ist es für die Karriere wichtig, mit Teams zu arbeiten. Aber in der Formel 2 muss man extrem hart arbeiten, um das Beste daraus zu machen. Und das macht die Formel 2 so speziell."

"Du warst eng in das Testen und die Entwicklung des neuen Williams JPH1B eingebunden. Wie ist das gelaufen und wirst du das auch weiter tun?"

"Ich habe am Dienstag noch einmal mit dem Auto in Barcelona getestet, aber es könnte mein letzter Testtag vor der neuen Saison gewesen sein. Wenn man mich fragt, ob ich in Zukunft wieder mit dem F2-Auto testen möchte, würde ich das gern tun. Ich war gern ein Teil des Projekts und als Fahrer ist es immer gut, Kilometer abzuspulen. Ich bin auch schon am Montag viele Runden gefahren, als wir verschiedene Reifenmischungen für 2010 ausprobiert haben. Die Dinge haben sich über den Winter gut entwickelt, und die Fortschritte mit dem Auto sind beeindruckend. Das Team leistet hervorragende Arbeit, wir lernen immer noch stetig dazu."

"Ich werde die Formel 2 in dieser Saison genau im Auge behalten und versuche, so oft wie möglich bei den Rennen dabei zu sein. Wenn es sich nicht mit meinem Terminplan überschneidet, wäre es großartig, beim Finale in Valencia dabei zu sein, wenn der neue Champion gekrönt wird."

"Sprechen wir über deine Zukunft in der Formel 1 – wann wirst du zum ersten Mal mit dem VR-01 von Virgin fahren?"

"Ich weiß es noch nicht ganz genau, aber es wird bald der Fall sein. Ich werde in dieser Woche mit dem Team in Barcelona sein und kann es kaum erwarten, zum ersten Mal im Auto zu sitzen. Nach meinen Tests mit Toyota und Williams wird es fantastisch sein, ein weiteres Formel-1-Auto zu fahren. Ich bin schon gespannt, wie sich das Auto verhält. Hoffentlich kann ich dem Team dabei helfen, es weiterzuentwickeln. Es ist sehr aufregend, zu einem Newcomerteam zu kommen, weil man wirklich das Gefühl hat, etwas bewegen zu können."

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

GP der Niederlande: Bericht

Norris gewinnt Rennen in Zandvoort

Lando Norris feiert den zweiten Sieg hintereinander, vor Kimi Antonelli und George Russell - Gesprächsstoff wegen Stallorder bei Ferrari und Mercedes

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.

"Müssen über Strafen nachdenken"

Absichtliche DTM-Ausfälle am Samstag?

Absichtliche Ausfälle am Samstag sorgen in der DTM für Ärger: Warum die Teams zu diesem Schritt greifen und welche Wege es gibt, das zu unterbinden

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

Sprint-Qualifying Zandvoort

Russell meldet sich mit Pole zurück!

Kimi Antonelli und Max Verstappen geschlagen, und George Russell wieder in der Spur: So lief das Sprint-Qualifying der Formel 1 in den Niederlanden

WEC: Cost Cap unmöglich?

Budgetobergrenze in der WEC kaum umsetzbar

Toyota-Technikchef David Floury und Porsche-LMDh-Chef Urs Kuratle nennen die Probleme, wenn es darum geht, BoP durch ein Cost Cap zu ersetzen