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Turbulentes Rennen auf dem Hungaroring

Pastor Maldonado wird langsam unheimlich – auf dem Hungaroring gewann er sein fünftes Rennen in Folge. Der Lauf wurde mehrmals neu gestartet.

Auch auf dem Hungaroring war gegen Pastor Maldonado kein Kraut gewachsen. Das Rennen verlief aber turbulent. Beide Fahrer in der ersten Reihe verschenkten ihre gute Position beim Vorstart. Danach musste nach einem schweren Unfall von Jules Bianchi abgebrochen werden. Beim Neustart dominierte Maldonado und feierte einen weiteren Sieg. Christian Vietoris kletterte erstmals als Zweiter auf das Podest.

Es dauerte ein wenig, bis die 24 Nachwuchsfahrer ihr Rennen bestreiten konnten. Auf dem Weg in die Aufwärmrunde würgte Davide Valsecchi den Motor ab und wurde in die Boxengasse geschoben. Der gute zweite Startplatz war dahin. Als das Feld in der Startaufstellung stand, musste der Versuch abgebrochen werden, da Adrian Zaugg sein Aggregat abgewürgt hatte.

Auch der nächste Versuch wurde abgebrochen, denn diesmal ging der Motor bei Sam Bird aus. Damit war die erste Reihe komplett leer und Oliver Turvey erbte den besten Platz. Beim dritten Versuch klappte der Start, doch der Brite kam nicht gut weg und so ging Maldonado in Führung. Vietoris gelang ein sehr guter Start und setzte sich sofort auf Platz zwei. Dahinter herrschte aber Chaos.

Bianchi versuchte außen in der ersten Kurve Boden gutzumachen, kam aber in die Auslaufzone und drehte sich ins Feld zurück. Ho-Pin Tung konnte nicht mehr ausweichen und die beiden Boliden kollidierten frontal. Das Safety-Car wurde auf die Strecke geschickt, doch das Rennen wurde gleich abgebrochen. Bianchi wurde von der Sicherheitsstaffel geborgen und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Nach einer Unterbrechung, die eine halbe Stunde dauerte, wurde das Rennen hinter dem Safety-Car neu gestartet. Dabei gab es keine Veränderungen der Positionen. Maldonado führte weiter vor Vietoris, Sérgio Perez und Giedo van der Garde. Im Mittelfeld lieferten sich Johnny Cecotto und Arabadzhiev ein beinhartes Duell. Der Bulgare kassierte im Rennverlauf gleich zwei Durchfahrtsstrafen. Eine für einen Frühstart und die zweite, weil er in der Boxengasse zu schnell war. Cecotto leistete sich im späteren Rennverlauf einen Dreher in der Zielkurve und würgte dabei den Motor ab.

An der Spitze zeichnete sich ein mittlerweile gewohntes Bild ab. Maldonado kontrollierte das Rennen sicher und setzte sich von den Verfolgern ab. In Runde sechs kamen bereits die ersten Piloten an die Box. Dani Clos starb der Motor beim Anfahren ab und verlor viel Zeit. In Runde acht absolvierte Perez sein Service, Vietoris einen Umlauf später.

Erst in Runde elf bog Maldonado zu seinem Pflichtstopp ab. Die Reihenfolge der ersten drei blieb anschließend unverändert. Im Mittelfeld versuchten einige Piloten Überholmanöver auf der engen Strecke. Alberto Valerio lieferte sich ein hartes Duell mit Valsecchi. Der Brasilianer hatte keine Chance und wurde später ein Opfer von Luiz Razia. In der letzten Kurve stach der Brasilianer auf die Innenseite und räumte Valerio außen ab. Dessen Auto schlug hart in die Reifenstapel ein.

Damit wurde ein weiteres Mal das Safety-Car auf die Strecke geschickt. Maldonado hatte bereits acht Sekunden Vorsprung auf Vietoris. Der Deutsche konnte beim Neustart aber keinen Angriff wagen, da der überrundete Arabadzhiev hinter dem Sicherheitsauto auf Rang zwei geführt wurde.

Maldonado konnte deshalb unbehelligt wegziehen, doch Vietoris wurde hart von Perez attackiert. In den letzten Runden verteidigte der Deutsche mit allen Mittel seinen Podestrang. Im vorletzten Umlauf verpasste Perez am Ende der Start-Ziel-Geraden den Bremspunkt und wäre fast in den Racing-Engineering-Boliden gekracht. Der Fehler verschaffte Vietoris aber genug Luft, um Rang zwei ins Ziel zu retten.

Damit feierte Maldonado seinen fünften Sieg im Hauptrennen hintereinander. Ein weiterer großer Schritt in Richtung Titelgewinn. Der Podestplatz bedeutet für Vietoris das beste Resultat in dieser Saison. Mit Rang drei liegt Perez weiterhin auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung, doch der Rückstand ist wieder etwas größer geworden.

Turvey konnte in den letzten Runden nicht von dem Duell vor ihm profitieren und verpasste das Podium knapp. Rang fünf ging an Van der Garde, der mit einem kleinen Fehler einen besseren Platz vergab. Sechster wurde Jérôme D'Ambrosio vor Michael Herck. Der letzte Punkt und die Pole-Position für das Sprintrennen gingen an Giacomo Ricci. Der Schweizer Fabio Leimer schied nach 23 Runden aus.

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