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Klien: "Manchmal bezahlt man für Mut"

Aston-Martin-Fahrer Christian Klien spricht über die Bemühungen um den AMR-One, sein aktuelles Training und seinen bevorstehenden Gaststart in Australien.

Seit dem enttäuschenden Kurzauftritt des AMR-One bei den 24 Stunden von Le Mans, bei dem beide Prodrive-Boliden gleich in den ersten Runden ausgefallen waren, muss sich Aston-Martin-Werkspilot Christian Klien in Geduld üben. Das geplante Rennprogramm mit dem brandneuen Fahrzeug wurde eingestellt, zunächst soll weiter an der Entwicklung des hauseigenen Prototypen gearbeitet werden.

Im Oktober absolviert der Vorarlberger beim Gold Coast 600 in Surfers Paradise einen Gaststart in der beliebten australischen V8-Series. Der 28jährige Österreicher fährt einmalig als Werkspilot von Ford Performance im Bottle'O-Team.

Frage: "Christian, nach Le Mans ist es still um dich und das Aston-Martin-Programm geworden. Was ist inzwischen passiert?"

Christian Klien: "Viel Fehleranalyse im Werk. Die Teamleitung um George Howard-Chappell hat schließlich entschieden, keine Renneinsätze zu Testzwecken mehr zu bestreiten, solange das LMP1-Auto nicht standfest genug ist."

"Jetzt läuft alles im Windkanal und auf dem Motoren-Prüfstand, und nach der Sommerpause gibt es die nächsten Testfahrten. Man hat in Le Mans nach nur neun Monaten Entwicklung fast Unmögliches probiert. Manchmal bezahlt man dann halt für den Mut."

Frage: "Wie behält man da die Motivation?"

Klien: "Natürlich würde ich lieber alle zwei, drei Wochen im Renncockpit sitzen. Ich kam in Le Mans ja keine einzige Runde zum Fahren. Ich bin aber zuversichtlich, im Intercontinental Le Mans Cup heuer noch meine Kilometer zu bekommen. Die Saison läuft ja bis Mitte November und bis dahin sollte noch einiges weitergegangen sein."

Frage: "Wie sieht eigentlich dein derzeitiges Trainingsprogramm aus?"

Klien: "Ich sitze mehr auf dem Rennrad als je zuvor, um fit zu bleiben. Diese Woche habe ich gemeinsam mit Olympiasieger Franz Klammer und anderen bekannten Sportlern bei der 'Tour de Franz' über 104 Kilometer quer durch Kärnten mitgemacht."

"Dabei haben wir einen Charity-Erlös von 13.000 Euro für krebskranke Kinder 'erradelt'. Und am Wochenende starte ich gemeinsam mit anderen Sportlern beim Highlander 2011, Vorarlbergs größtem Radmarathon, der vom Radsportverein Hohenems organisiert wird."

Frage: "Im Oktober bist du in Australien unterwegs. Was steckt hinter deiner Teilnahme am Gold Coast 600?"

Klien: "Die Aussie-V8 sind unheimlich populär. Neben der Formel 1 in Melbourne ist es das zweitgrößte Rennen des Jahres mit 250.000 Zusehern. Der Stadtkurs in Surfers Paradise ist ja ohnehin legendär."

"Beim Gold Coast 600 bilden immer ein aktueller V8-Fahrer und ein internationaler Gastpilot ein Team. Von Tonio Liuzzi über Mika Salo bis Sébastien Bourdais sind einige alte Bekannte dabei. Mein Start wurde von Prodrive eingefädelt, und ich freue mich sehr auf dieses Rennen. Ich bin immer gerne in Australien. Schon alleine deswegen, weil ich dort mein Formel-1-Debüt gefeiert habe."

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