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Peugeot für das 6h-Rennen gerüstet

Die Franzosen reisen – nach umfangreichen Testfahrten in der Sommerpause – als Tabellenführer zum Sechs-Stunden-Rennen nach Großbritannien.

Nach der zweimonatigen Sommerpause geht der Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) am kommenden Wochenende in Silverstone in die entscheidende Phase. Peugeot will mit zwei weiterentwickelten 908 auf dem (mehrfach umgebauten) britischen Traditionskurs die Führung in der Meisterschaft weiter ausbauen.

Pilotiert werden die beiden Diesel-Prototypen beim letzten europäischen Auftritt des ILMC 2011 von Sébastien Bourdais und Simon Pagenaud (Startnummer 7) sowie Stéphane Sarrazin und Franck Montagny (Startnummer 8). Pagenaud wird dabei als Ersatz für Stammfahrer Anthony Davidson in den 908 klettern, da der Schlüsselbeinbruch des Briten, das Resultat eines Fahrradunfalls vor einem Monat, noch nicht vollständig auskuriert ist.

"Unser Ziel ist es, den Markentitel im ILMC zu verteidigen", sagt Teamchef Olivier Quesnel. "Damit uns das gelingt, müssen wir in Silverstone mit beiden Autos das Ziel erreichen. Bei einem Ausfall könnte unser Rivale Audi schon wieder Morgenluft schnuppern. Aber in den bisherigen Läufen hat der Peugeot 908 mit seiner perfekten Zuverlässigkeit geglänzt."

Umfangreiche Testfahrten seit Imola

Mit Testfahrten in Barcelona, Le Castellet, Alcañiz und auf konzerneigenen Teststrecken hat sich Peugeot gut auf das Sechs-Stunden-Rennen in Silverstone vorbereitet. "Zu Beginn des Jahres stand bei der Fahrzeugentwicklung die Zuverlässigkeit im Vordergrund. Nun haben wir uns auf die Optimierung des Setups konzentriert", streicht Quesnel heraus. "Das Ziel war, das Auto besser kennenzulernen."

Um ein eventuelles Abheben der LMP1-Fahrzeuge bei Unfällen wie jenem von Peugeot-Pilot Nicoals Minassian im Februar in Le Castellet zu verhindern, sind am 1. September Regeländerungen in Kraft getreten. "Zum einen sind die Öffnungen in den vorderen Kotflügeln vergrößert worden, zum anderen wurde die Dicke des sogenannten Skid Blocks unter dem Auto um fünf auf 25 Millimeter erhöht", erklärt Technikchef Bruno Famin.

"Dadurch müssen wir mit größerer Bodenfreiheit fahren, was eine Änderung der mechanischen und aerodynamischen Abstimmung mit sich trägt", so Famin weiter. "Um die Mindestdicke des Skid Blocks auch nach dem Rennen zu erreichen, muss man einen Sicherheitsspielraum einplanen." Die Tatsache, dass das Rennen in Silverstone dieses Jahr über sechs Stunden und nicht über die traditionellen 1.000 Kilometer geht, mache die Aufgabe noch schwieriger, denn dadurch würde sich die Gesamtdistanz um zirka 20 Prozent erhöhen, betont der Technikchef abschließend.

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