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Über Premiere, Ziele und Le Mans

Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer spricht über die Premiere von Jetalliance Lotus beim ILMC-Lauf in Spa und macht einen Blick in die Zukunft.

Foto: JAR

Mit dem Antreten beim ILMC-Lauf in Spa hat das neue Team Lotus Jetalliance die erste Schlacht geschlagen – jetzt stehen die nächsten großen Ziele an. Teameigner Lukas Lichtner-Hoyer, der aus geschäftlichen Gründen erstmals nach langer Zeit nicht aktiv dabei war, spricht über die Premiere und macht einen Blick in die Zukunft.

Eine Premiere ohne den Teameigner – wie schwer es, alles aus der Ferne beobachten zu müssen?

Da ist viel Herzbluten dabei, keine Frage. Der erste Einsatz eines neu entwickelten Autos ist eine tolle Sache. Da wäre ich natürlich sehr gerne – auch aktiv im Cockpit – dabei gewesen. Aufgrund des nach zweieinhalb Jahren wieder anlaufenden Geschäfts ist meine Präsenz als CEO in der Jetalliance aber dringend notwendig. Unser Fluggeschäft hat Priorität.

Wie waren sie mit dem Auftritt und dem Abschneiden zufrieden?

Wenn man bedenkt, dass der Lotus Evora GTE in Rekordzeit total neu entwickelt und gebaut wurde, bin ich nicht unzufrieden. Wir haben ein Auto ins Ziel gebracht – das ist bei einem 6-Stunden-Rennen keine Selbstverständlichkeit.

Wie geht es nun mit Lotus Jetalliance weiter?

Es wird laufend an der Entwicklung der Fahrzeuge weitergearbeitet. Wir werden die restlichen Läufe zur ILMC bestreiten, der Fokus liegt jetzt aber auf den 24h von Le Mans, darauf ist alles ausgerichtet. Beide Autos sind derzeit in Hethel, dem neuen Testgelände von Lotus, wo die Fehler, die wir in Spa erkennen konnten, ausgemerzt werden. Da ist die ganze Mannschaft vor Ort und nahezu rund um die Uhr im Einsatz.

Apropos Mannschaft. Wie darf man sich da die Zusammenarbeit vorstellen?

Wenn man so ein Projekt startet, ist das am Beginn wohl immer wie ein zusammengewürfelter Haufen. Das Kennenlernen, die Automatismen – das alles braucht seine Zeit. Wir haben immerhin Mitarbeiter aus elf Nationen. Aber mittlerweile funktioniert die Kooperation mit Lotus und allen Zulieferunternehmen schon sehr gut – auch dank unseres Teammanagers Jan Kalmar.

Was kann man von Lotus Jetalliance in Le Mans erwarten?

Für uns ist der Zeitfaktor das Problem. Wir haben im Vergleich zur Konkurrenz immer noch viel zu wenig Kilometer auf den Autos. Da wäre es natürlich ideal gewesen, wenn dieses Rennen erst im Herbst – und nicht schon Anfang Juni – stattfinden würde. Aber ich bin trotzdem guter Dinge, zumal beide Autos davor noch einen 24-Stunden-Test in Hethel absolvieren werden.

Es wird aber auch an einem Rahmenprogramm für Le Mans gearbeitet...

Seit dem Beginn unseres Motorsport-Engagements sind wir immer bestrebt, unseren Partnern eine optimale Marketing-Plattform zu bieten. Das wird auch diesmal in Le Mans so sein. Wir haben für alle Sponsoren - allen voran Orange und Jetalliance – eine einzigartige Hospitality im Fahrerlager aufgebaut. Dort können Kunden und Freunde der Unternehmen das Rennen live verfolgen, mitzittern und die Daumen drücken.

Stellt sich noch die Frage nach der Fahrerbesetzung...

Das sogenannte Profi-Auto wird mit James Rossiter, Johnny Mowlem und Jonathan Hirschi besetzt, im Auto mit dem Amateur-line-up sitzen Martin Rich, Oskar Slingerland und der Brite John Hartshorne, den wir vor wenigen Tagen verpflichten konnten.

Da fehlt erneut der Name Lichtner-Hoyer...

Ja, leider. Aber wie schon erwähnt, hat die Business Aviation derzeit absolute Priorität. Aber es werden bald wieder Zeiten kommen, wo ich aktiv im Auto sitzen werde.

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