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„Eine schwierige Entscheidung“

Robert Kubica brach sein Schweigen und informierte das Renault-Team darüber, dass seine Genesung noch nicht so weit sei, um 2012 antreten zu können.

Die Spatzen pfeifen es schon länger von den Dächern, jetzt wird es auch offiziell von Renault bestätigt: Robert Kubica ist noch nicht fit genug, um beim Saisonstart 2012 für die Truppe aus Enstone an den Start zu gehen.

Der Pole, der vor einem Jahr bei einem Rallye-Unfall am rechten Arm und an der Hand schwer verletzt wurde, mache zwar weiterhin beeindruckende Fortschritte, kann inzwischen ohne Hilfe gehen sowie Hand und Ellbogen bewegen, benötigt aber noch mehr Zeit.

Renault steht laut eigenen Angaben weiterhin hinter Kubica, beginnt aber nun, sich nach anderen Optionen für den Start der Wintertests umzusehen.

Neben Witali Petrow, der als gesetzt gilt, darf sich GP2-Champion Romain Grosjean die größten Hoffnungen auf das zweite Cockpit machen. Währenddessen spricht Kubica, der zuletzt mit Ferrari in Verbindung gebracht wurde, mit der Truppe aus Enstone bereits über eine Erneuerung seines Vertrages für die Saison 2013.

Eine Entscheidung der Vernunft

"Obwohl ich in den vergangenen Wochen sehr hart gearbeitet habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass ich mir nicht sicher sein kann, für die Saison 2012 bereit zu sein", sagt Kubica.

"Ich habe mich beim Team gemeldet und sie über die Situation informiert. Es war eine schwierige Entscheidung, aber die vernünftigste. Ich weiß auch, dass sich Renault auf das nächste Jahr vorbereiten muss. Es wäre nicht richtig gewesen, die Deadlines weiter zu verschieben."

Dennoch gibt sich der 26-Jährige, der bisher einen Grand-Prix-Sieg zu Buche stehen hat, mit seinem Genesungsprozess zufrieden: "Meine Genesung ist nach wie vor sehr ermutigend und meine Ärzte sind weiterhin beeindruckt. Ich benötige nur mehr Zeit, da ich hundertprozentig bereit sein möchte, wenn ich wieder fahre. Abschließend bedauere ich es, nicht mehr Nachrichten geliefert zu haben und auch nicht in den Zeitungen aufgetaucht zu sein. Ich bedanke mich bei meinen Freunden von der Presse für ihr Verständnis, dass das für mich der beste Weg war, mit dem schwierigsten Abschnitt meines Lebens umzugehen."

Boullier will Kubica weiter unterstützen

Auch Teamchef Eric Boullier war zuletzt verärgert, dass ihn Kubica nicht über den Gesundheits-Zustand und über die Chancen, 2012 für Renault anzutreten, informiert hatte. "Jeder im Team ist heute natürlich sehr enttäuscht", meint er.

"Wir hatten nicht gehofft, dass Robert zu Beginn der kommenden Saison in Australien nicht fahren würde. Dennoch hat er eine sehr reife Entscheidung getroffen und im besten Interesse von Renault gehandelt."

Boullier bestätigt, dass er nach wie vor auf seinen einstigen Starpiloten setzt: "Als Team und als Familie stehen wir weiterhin hundertprozentig hinter ihm und wir helfen ihm, soweit es geht. Ein Programm aus Simulatortests, einem Formel-Auto und Zeit auf der Rennstrecke im Formel-1-Boliden steht für ihn bereit."

Renault muss sich aber nun selbst über den zweiten Piloten für 2012 Gedanken machen: "In der Zwischenzeit werden wir nun beginnen, mit ein paar Fahrern zu sprechen, um unsere Fahrerpaarung für die kommende Saison so rasch wie möglich zu finalisieren. Robert wird nun eine Schritt nach dem anderen machen und wieder ins Rennauto einsteigen, wenn für ihn der richtige Moment gekommen ist. Im Namen aller 520 Teammitglieder wünsche ich ihm eine rasche Genesung."

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