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Formel 1: News

Renault möchte Heidfeld „abklopfen“

Bei den Testfahrten in Barcelona werden neben Witali Petrow auch Nick Heidfeld und Bruno Senna ins Lenkrad des Renault R31 greifen.

Für Renault steht die vollständige Genesung von Robert Kubica derzeit an erster Stelle, doch im Hinblick auf die in Kürze beginnende Formel-1-Saison muss sich der Rennstall langsam aber sicher trotzdem anderweitige Gedanken machen.

Sollte Kubica nämlich - und danach sieht es aktuell aus - für geraume Zeit ausfallen, braucht Renault einen fähigen Ersatzmann für die 20 Saisonrennen.

Einen eben solchen will das Team auch an den Start bringen, aber nicht notwendigerweise sofort als Einsatzpiloten nominieren. Dies bestätigt Gerard Lopez gegenüber IVG. Der Teameigner erläutert das Vorhaben seines Rennstalls: "Unsere Strategie sieht vor, einen jungen Fahrer einzusetzen und ihm einige Kilometer zu verschaffen. Wir wollen ihn dadurch auf die kommenden Jahre vorbereiten."

"Sollte Robert aber die komplette Saison über ausfallen, würde man normalerweise einen eher erfahrenen Piloten ins Auto setzen, damit er das Auto entwickeln kann und dergleichen", meint Lopez. Man stehe diesbezüglich aber nicht unter Druck, eine rasche Entscheidung fällen zu müssen: "Wir müssen jetzt erst einmal die Jerez-Tests abwarten - dankenswerterweise auch noch Barcelona."

"Dann werden wir sehen, wie das Auto läuft und wie sich der Fahrer verkauft, der die Saison beginnt und vielleicht auch zu Ende fährt. Wir wissen es nicht", hält der Geschäftsmann fest. Inzwischen hat Renault offiziell verkündet, dass zumindest zwei Piloten am Wochenende die Chance erhalten werden, sich im neuen Renault R31 zu beweisen: Die Rede ist von Nick Heidfeld und Bruno Senna.

Renault-Stammfahrer Witali Petrow wird die Testfahrten von Jerez für das Team eröffnen und das Cockpit des Testträgers nach zwei Tagen zugunsten von Heidfeld und Senna räumen. Das Duo wird am Samstag und am Sonntag die Gelegenheit bekommen, einige Proberunden für das französisch-britische Team zu absolvieren. Nach einem klassischen "Shootout" sieht dies allerdings nicht aus.

In der Pressemitteilung von Renault heißt es nämlich, dass man neben Renault-Testpilot Senna auch Heidfeld evaluieren wolle, "der ein potenzieller Ersatzmann für Robert Kubica als Rennfahrer sein könnte". Lopez: "Es gibt Piloten, die schon gute Rennen bestritten haben - wie Nick Heidfeld. Wir alle wissen, dass Nick recht gut ist. Wir haben aber keine Ahnung, auf welchem Niveau er aktuell fährt."

"Wir wissen auch nicht, wie er sich in unserem Auto verkaufen würde", meint der Teameigner und fügt hinzu: "Das Gleiche gilt auch für Vitantonio Liuzzi." Im Gegensatz zu Heidfeld finden sich aber weder der Italiener noch andere Kandidaten - und die Liste ist lang - im offiziellen Testaufgebot von Renault. Senna erhält seine Testchance wohl in erster Linie deswegen, um ihn besser einschätzen zu können.

"Bruno war 2010 in einem Team, mit dessen Auto er nichts ausrichten konnte", erklärt Lopez. "Robert kennen wir indes sehr gut und wir waren uns sicher: Mit ihm hätten wir 2011 etwas erreichen können. Sollte Robert nicht in dieser Saison zurückkehren können, werden wir - so denke ich - die Entscheidung treffen, einen Piloten zu holen, der siegen kann." Eine solche Entscheidung stehe aber noch aus.

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