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Formel 1: News

Weniger Verschleiß

Pirelli bringt beim GP von Spanien eine neue, härtere Reifenmischung mit längerer Haltbarkeit, für die Teams ergeben sich dadurch neue Strategien.

Der Grand Prix von Spanien gilt als große Herausforderung für die Reifen. Das war schon 1997 so, als die Reifen Blasen warfen, und hat sich bis heute nicht verändert. Der schnelle Kurs in Montemelo nahe Barcelona belastet durch die vielen schnellen Rechtskurven vor allem den linken Vorderreifen enorm.

Bei den Wintertests war das Klagen über die neuen Pirelli-Reifen besonders groß. Laut den Italienern lag dies aber auch daran, dass die Temperaturen unerwartet niedrig waren und der Reifen in einem höheren Temperaturspektrum optimal arbeitet.

Pirelli: Neuer Reifen keine Reaktion auf Fahrerkritik

Dennoch hat sich die Truppe von Sportchef Paul Hembery dazu entschlossen, in Barcelona am kommenden Wochenende beim harten Reifentyp eine neue Mischung einzuführen.

Obwohl es sich um eine Premiere handelt, ist der neue Reifentyp für die Teams keineswegs neu: Sie durften ihn schon beim vergangenen Renn-Wochenende in Istanbul im freien Training ausprobieren. Pirelli hatte den Reifen davor bei Privattests mit dem alten Toyota TF109 in Istanbul und Barcelona entwickelt.

Doch was sind die Besonderheiten des neuen Reifens? Was unterscheidet ihn von seinem Vorgänger? Die neue harte Mischung hält über eine Renndistanz länger als die alte. Gleichzeitig soll sie aber auch für mehr Spannung sorgen: Der Unterschied zur weichen Mischung ist nun noch größer, was die Teams dazu verleiten soll, aggressivere Strategien anzuwenden.

Den Vorwurf, Pirelli habe die Formel 1 unterschätzt und müsse nun bei den Reifen nachbessern, lässt Hembery nicht gelten: "Wir hatten von Anfang an angekündigt, dass wir Evolutionen einführen werden, wenn wir glauben, dass der Sport davon profitieren wird. Barcelona markiert nun den ersten Anlass, dass wir das tun."

Was kann die neue Mischung?

Er bringt die Unterschiede auf den Punkt: "Der neue Reifen, den wir ausreichend getestet haben, reduziert den Abbau und verbessert den Reifenverschleiß."

"Es handelt sich im Vergleich zum ursprünglichen harten Reifen nicht um einen großen Schritt, aber der Unterschied zwischen dem weichen und dem harten Reifen ist jetzt größer, wodurch die Lage am Renntag noch interessanter werden sollte. Die Teams haben jetzt die Gelegenheit, noch kreativere Strategien anzuwenden."

Auch über die wahrscheinliche Anzahl der Boxenstopp gibt Hembery Auskunft: "Basierend auf den Daten von den Testfahrten, rechnen wir mit ungefähr drei Boxenstopps pro Auto. In Barcelona braucht man länger als in der Türkei, um an die Boxen zu fahren und sie wieder zu verlassen. Das ist ein Faktor, der sich mit Sicherheit auf die Strategie auswirken wird."

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