MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorsport: News

Höhen und Tiefen für das Team Renauer

An Spannung und Action kaum zu überbietende Rennen brachte der Auftakt des europäischen GT4-Europacups vergangenes Wochenende für das Team Renauer.

An Spannung und Action kaum zu überbietende Rennen brachte der Saisonauftakt des europäischen GT4-Europacups vergangenes Wochenende für Team Renauer:

Von einer roten Flagge, über unzählige Zweikämpfe, Duelle und einen Ausfall bis hin zum (Beinahe)Stockerlplatz erlebte Florian Renauer mit seiner Ginetta GT4 alle Höhen und Tiefen. Auch sein Kärntner Teamkollege Michael Dräbing konnte nicht über Langeweile klagen und fuhr mit der zweiten Renauer-Ginetta im Spitzenfeld mit.

Zandvoort/ Neunkirchen. Hätte das Osterwochenende von Florian Renauer ein Drehbuch gehabt, es wäre wohl nie so über die Bühne gegangen. 20.000 Zuschauer drängten sich auf den Tribünen des ehemaligen Formel 1-Kurses von Zandvoort und wollten die drei Rennen des GT4-Europacups sehen.

Kein Wunder: Insgesamt 24 Fahrzeuge sorgten Abwechslung auf der Strecke, berühmte Namen wie Gianni Guidici oder Jeroen Bleekemolen werteten das Starterfeld zusätzlich auf.

Schon im Qualifying ereilte die beiden österreichischen Fahrer der erste Rückschlag: Ausgerechnet als Florian Renauer zu einem Überholmanöver ansetzte, brach die Rennleitung das Quali aufgrund eines Unfalls ab. Natürlich konnte Flo nicht durch den Konkurrenten hindurch die Box ansteuern und fuhr stattdessen erst nach einer weiteren, langsamen Runde an die Box.

Das Resultat: Rücksetzung auf den letzten Startplatz. Auch Michael Dräbing traf es kaum besser: Aufgrund des kurzfristig heruntergesetzten Dezibel-Wertes war den GT4-Ginettas von der Rennleitung eine modifizierte Abgasanlage aufgezwungen worden. Und prompt ging beim 29-jährigen Kärntner der Katalysator in die Luft.

Auch in den beiden 25-minütigen Sprintrennen entpuppte sich die neue Abgasanlage der Ginettas als schwerwiegendes Manko: Sowohl Florian als auch Michael konnten den Geschwindigkeitsnachteil auf der Geraden in den Kurven nicht ganz wettmachen. Trotzdem schafften sowohl Dräbing mit den Plätzen 11 und 15., als auch Florian mit Platz 9. mehr als respektable Ergebnisse.

Der Ausfall Florians im zweiten Rennen passierte während dessen furioser Aufholjagd: Im Duell mit einem BMW ging dem 17-jährigen Niederösterreicher einmal kurz die Straße aus. Im 50-minütigen Rennen am Ostermontag schlug dann jedoch die Stunde der Renauer-Ginettas: Während die PS-stärkere Konkurrenz zunehmend mit Reifenproblemen zu kämpfen hatte, schonte Florian seine Reifen im ersten Stint, legte einen perfekten Boxenstopp hin und war gegen Ende des Rennens in seiner leistungsschwächeren, aber leichten Ginetta bis zu 2 Sekunden schneller als die Konkurrenz. Im Ziel fehlten Florian gerade einmal 3 Sekunden aufs Podium, Michael Dräbing wurde starker Sechster.

„Alles in allem war es eine fantastische Veranstaltung für uns. Obwohl wir die Zeiten aus den Tests nicht erreichten, haben wir in Sachen Resultate unsere Ziele bei weitem übertroffen“, so Florian Renauer. „Vor dem zweiten Wochenende Anfang Juni in Silverstone heißt es nun, die Probleme mit der Abgasanlage zu lösen und neu anzugreifen.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

DTM-Rennen Lausitzring: Hintergrund

Hochsommerlicher Motorsport & more mit vielen Highlights!

Der Auftritt der DTM auf der Rennstrecke unweit der polnische Grenze stand ganz im Zeichen hochsommerlicher Bedingungen. Ein Gewitter am Samstag und brütende Hitze am Sonntag hielten 58.000 Zuschauer nicht davon ab, von der hochgebauten Haupttribüne die Action auf weiten Teilen des Kurses live zu verfolgen.

"Müssen sauberer werden"

Mick Schumacher nach P17 selbstkritisch

Mick Schumacher erklärt den Verbremser und die Strafe in Elkhart Lake - Und weiß selbst: Die Wochenenden müssen von jetzt an sauberer werden

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.