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Formel 1: News

Es gab keinen Grund etwas zu riskieren

Christian Klien kann die Entscheidung Sebastien Vettels nicht nachvollziehen, sich gegen die Teamorder zu entschieden.

Eigenmächtiger Egoist oder einfach nur ein echter Racer? Auch zwei Wochen nach dem Großen Preis von Malaysia nehmen die Diskussionen über Sebastian Vettel und sein Missachten der Teamorder im Rennen von Sepang kein Ende. Während manche ehemaligen Rennfahrer für Vettels Verhalten Verständnis zeigen und ihm zu seinem gewagten Überholmanöver gegen Mark Webber sogar beglückwünschen, gehört Christian Klien zu den Kritikern des Deutschen.

Vettel habe sich in Malaysia gegen das Team gestellt und damit dessen Vertrauen verspielt, schreibt Klien in seiner Kolumne bei Pitpass. Der Zweikampf zwischen Vettel und Webber sei zwar aufregend und schön anzusehen gewesen, war aber nach Ansicht des ehemaligen Formel-1-Piloten überflüssig. "Ich denke, da hat Vettel Respekt gegenüber dem Team vermissen lassen, langfristig hat er sich damit keinen Gefallen getan", kritisiert Klien den Deutschen.

Die Entscheidung von Red Bull, die Fahrer zum Halten der Positionen anzuweisen, kann Klien nachvollziehen: "Sie hatten den Doppelsieg in der Tasche. Es gab daher keinen Grund, etwas zu riskieren." Im übrigen sei es laut Klien normal, dass die Fahrer nach dem letzten Boxenstopp die Anweisung erhalten, ihre Positionen zu halten. "Darüber wird vor dem Rennen gesprochen. Jeder Fahrer weiß, dass die Position nach dem letzten Boxenstopp - entweder vor oder hinter seinem Teamkollegen - diejenige ist, auf der er ins Ziel kommt, sofern er nicht gegen andere Autos kämpft."

Besser als Vettel habe es Nico Rosberg gemacht, der nach längerer Diskussion am Boxenfunk der Anweisung seines Teams nachkam und die Angriffe auf Teamkollege Lewis Hamilton einstellte. "Rosberg hat sich absolut professionell verhalten. Ihm hat zwar nicht gefallen, dass er nicht aufs Podium fahren konnte, aber er hat die Entscheidung des Teams respektiert", so Klien. Auch in diesem Fall sei seiner Meinung nach die Teamorder richtig gewesen, nachdem die führenden Red Bull außer Reichweite waren.

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