MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Kein einheitlicher Benzinlieferant geplant

Der Aufschrei war umsonst: Die FIA plant keine Einführung eines Benzin-Monopols, sondern hat sich in ihrer Pressemitteilung nur missverständlich ausgedrückt

Es war nur ein Nebensatz in der FIA-Pressemitteilung nach der Sitzung des Motorsport-Weltrats in Dubrovnik am vergangenen Freitag, doch er sorgte für Aufregung in der Branche. Die FIA stellte nämlich klar, dass künftig sie alle technischen Ausschreibungen für die Formel 1 veranlassen werde und dies auch im neuen Concorde-Agreement so festgelegt sei, und nannte als Beispiel die Bereiche Reifen und Benzin.

Von verschiedenen Medien wurde dies so interpretiert, dass es neben Reifenhersteller Pirelli künftig auch in puncto Benzin ein Monopol geben könnte, was bei den Teams für einen Aufschrei sorgte. Denn Firmen wie ExxonMobil, PDVSA, Petronas, Shell und Total lassen sich ihr Engagement als technischer Partner teilweise zweistellige Millionensummen pro Jahr kosten - ein Budgetposten, auf den viele der Teams gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen nicht verzichten können.

Doch die FIA gibt Entwarnung und erklärt nun, dass ein Benzin-Monopol nie vorgesehen war. In einem Schreiben an die Teams betont FIA-Generalsekretär Pierre de Coninck, dass die Formulierung der Pressemitteilung missverständlich war. Man habe nur darlegen wollen, dass künftig die FIA bei allen Ausschreibungen das Sagen hat. Die Anführung von zwei möglichen Beispielen habe dann medial für falsche Interpretationen gesorgt.

Hintergrund für die Klarstellung der FIA-Rolle bei Ausschreibungen im neuen Concorde-Agreement war übrigens die Vergabe des Reifendeals für die nächsten drei Jahre. Denn Bernie Ecclestone und Pirelli hatten schon längst ein kommerzielles Abkommen unterschrieben, als die FIA noch nicht einmal entschieden hatte, ob es mit Pirelli weitergeht oder nicht. Künftig soll erst die FIA entscheiden und dann Ecclestone die finanziellen Rahmenbedingungen aushandeln.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

GP von Australien: Bericht

Russell gewinnt F1-Auftakt in Australien!

Ferrari machte George Russell das Leben in der Anfangsphase richtig schwer, am Ende war es für Mercedes aber der erwartete Auftaktsieg in Australien

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Die neuen Regeln sollte die Formel 1 für Hersteller attraktiver machen, Doch nach dem Aus von Renault und der Krise bei Honda stellt sich die Frage: War es das wert?