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Formel 1: News

„Vielleicht könnte er das….“

Gerüchten zufolge könnte der Boss einer Supermarkt-Kette der Nachfolger von Bernie Ecclestone werden, dieser will weder bestätigen noch dementieren…

Wer folgt auf Bernie Ecclestone? Schon lange wird darüber spekuliert, wer dem 82-Jährigen als Geschäftsführer der Formula One Group nachfolgen könnte.

Einer der Namen, die in diesem Zusammenhang kursieren, ist Justin King, Geschäftsführer der britischen Supermarkt-Kette Sainsbury's. Gerüchte, nach denen King sein Nachfolger werden könnte, hat Ecclestone nun weder bestätigt noch dementiert.

In britischen Industriekreisen wird schon seit dem vergangenen Jahr darüber diskutiert. Im vergangenen November geriet die Angelegenheit erstmals an die Öffentlichkeit, nachdem Freunde von King in einem Bericht der Financial Times äußerten, Kings Traumjob sei, nach Ecclestones Rücktritt dessen Nachfolge in der Formel 1 anzutreten. Das ist nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick erscheint.

King, der Sainsbury's seit neun Jahren leitet, ist großer Motorsportfan. Sein Sohn Jordan ist ein erfolgreicher Nachwuchsfahrer, der im vergangenen Jahr Zweiter in der Nordeuropa-Meisterschaft der Formel Renault wurde in dieser Saison in der Formel-3-Europameisterschaft antritt.

Sein Vater geriet unlängst in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass fünf Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zu Sainsbury's die Karriere seines Sohnes sponsorn. Justin Kings Position bei Siansbury's geriet jedoch nicht ins Wanken, und er selbst deutet keine Rücktrittsabsichten an.

"Ich weiß nicht, ob der Boss eines Unternehmens wie Sainsbury's meine Arbeit erledigen könnte. Vielleicht könnte er das", kommentiert Ecclestone die Spekulationen. "Ich würde seinen Job nicht machen wollen." Derzeit ist die Zukunft des 82-Jährigen Ecclestone völlig unklar, einen Nachfolger hat der Formel-1-Boss nicht aufgebaut. Zudem wird in Deutschland wegen des Verdachts der Bestechung gegen ihn ermittelt.

Der frühere Bayern-LB-Bänker Gerhard Gribkowsky, der im vergangenen Juni wegen Bestechlichkeit in Tateinheit mit Untreue und Tatmehrheit mit Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, hatte in seinem Prozess ausgesagt, er habe von Ecclestone und dessen Familienstiftung 44 Millionen US-Dollar erhalten und im Gegenzug 2006 den Verkauf der Formel-1-Rechte an CVC Capital Partners eingefädelt zu haben. Ecclestone bestreitet jedoch die Angaben Gribkowskys. Dieser habe ihn erpresst.

Bisher konnte Ecclestone kein Vergehen nachgewiesen werden, bei CVC geht man davon aus, dass die Angelegenheit im Oktober aus der Welt geräumt sei. CVC hat Ecclestone bisher stets unterstützt.

Einziges Zeichen einer möglichen Nachfolgeplanung war die Zusammenarbeit mit der Headhunting-Firma Egon Zehnder. Im Zuge des ursprünglich für 2012 geplanten Börsengangs der Formel 1 hatte Egon Zehnder eine vertrauliche Liste mit potenziellen Ecclestone-Nachfolgern erstellt. Bisher wurde jedoch niemand verpflichtet.

Mit King wird nicht zum ersten Mal ein Supermarkt-Boss mit einem Spitzenjob in der Formel 1 in Verbindung gebracht. 2011 wurde nach der Festnahme Gribkowskys Stuart Rose, früherer Chef der Kette "Marks and Spencer", als möglicher Vorstandsvorsitzender der Formel 1 gehandelt. Letztlich übernahm jedoch Donald Mackenzie, ein Mitgründer von CVC den Posten.

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