MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorrad-WM: Brno

„Sieger der Herzen“

Martin Bauer beendet als erster Österreicher ein Rennen der MotoGP, auch wenn er dies nach einem Sturz in der ersten Runde als Letzter tat.

Fotos: Remus Racing Team

Es ist vollbracht. Martin Bauer vom Remus Racing Team powered by S&B Motorsport hat sich der Herausforderung gestellt, als erster Österreicher in der MotoGP-WM gegen Stars wie Valentino Rossi, Dani Pedrosa und Lorenzo zu kämpfen.

Selbst der Sturz in der ersten Rennrunde raubte Bauer nicht die Energie, mit vollem Einsatz auf die Strecke zurückzukehren, um am Ende den 21. Platz in der Weltelite des Motorradsports ins Ziel zu bringen.

Aufs Siegerpodest beim Grand Prix der Tschechischen Republik in Brno stiegen die Werksfahrer Marc Márquez (Honda), Dani Pedrosa (Honda) und Jorge Lorenzo (Yamaha). Doch nicht nur an der Spitze der Königsklasse spielten sich dramatische Szenen ab, sondern auch weiter hinten bei Martin Bauer, der das Rennen von der 25. Startposition aufgenommen hatte.

Schon in der ersten Runde kreuzte ein Konkurrent seine Linie und schickte den Österreicher mit der Suter-BMW in den Kies. Bauer stürzte, richtete sein Motorrad aber wieder auf und kehrte unter dem frenetischen Jubel der 222.710 Zuschauer auf die Strecke zurück. Er folgte dem Feld nach dem Zwischenfall zwar abgeschlagen, konnte nach 21 Runden aber auf dem 21. Platz die Zielankunft feiern.

Martin Bauer: „Der Start ist mir gut gelungen, aber sämtliche Konkurrenten waren zu Beginn des Rennens extrem langsam. Ich hätte auf Anhieb zwei oder drei Fahrer überholen können. Plötzlich ist einer direkt in meine Linie gefahren. Ich wollte nicht gleich unangenehm auffallen und habe gebremst, um eine Kollision zu vermeiden. Dabei ist das Vorderrad eingeklappt. Ich wollte nach dem Sturz aber unbedingt weiterfahren, um das Motorrad im Rennen ins Ziel zu bringen."

"Im Omega und in einer Fan-Kurve haben die Zuschauer jedes Mal getobt und mich gefeiert, als ich bei ihnen vorbeikam. Es war unglaublich. Schade, dass der Sturz ein besseres Resultat ruiniert hat und ich das Rennen alleine fahren musste. Ich wäre in der Lage gewesen, mit der CRT-Konkurrenz mitzuhalten. Mein Ziel war außerdem, von der Spitze des Feldes nicht überrundet zu werden. Das hat zwar wegen des Sturzes nicht funktioniert, aber im Normalfall wäre das kein Thema gewesen.“

Andreas Bronnen, Teammanager: „An Dramatik war das Rennen nicht zu überbieten. Für viele andere Fahrer wäre es nach dem Sturz vermutlich zu Ende gewesen, aber nicht für Martin."

"Mit seinem unglaublichen Ehrgeiz hat er gekämpft bis zum Schluss – auch wenn er keine Konkurrenten mehr im Zweikampf schlagen konnte. Für uns war es wichtig zu sehen, dass unser Paket funktioniert und wir ins Ziel gekommen sind. Darauf werden wir jetzt erst einmal ein Bier trinken.“

Und wie geht es weiter? Bronnen verspricht: „Wir kommen wieder!“

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Motorrad-WM: Brno

Weitere Artikel:

Lando Norris' bittere Realität

Verliert McLaren den Anschluss?

Lando Norris ist nach dem Wochenende in Austin ernüchtert: Red Bull hat in der Konstrukteurs-WM gleichgezogen und McLaren auf Rang vier verdrängt

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

GP von Singapur: Bericht

Verstappen siegt erstmals in Singapur!

Max Verstappen hat zum ersten Mal den Großen Preis von Singapur gewonnen - Charles Leclerc und Kimi Antonelli auf dem Podium

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

Hintergründe DTM-Finale Hockenheim

Hockenheim: Die große DTM-Galerie

Porsche Pilot Preining schaffte im badischen Motodrom von Hockenheim am vergangenen Wochenende mit einem weiteren Podiumserfolg den Sprung an die Spitze. Seine fünf Mitbewerber, die vor dem großen Showdown auch noch Chancen auf den Titel hatten, mussten sich mit den weiteren Plätzen begnügen.