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Formel 1: News

„Alles andere macht für mich keinen Sinn“

Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda gefällt das neue Reglement. Er hält es für eine Demonstration, wie eine moderne und zeitgemäße Formel 1 funktionieren muss.

Niki Lauda spricht sich gegen die allgemeine negative Meinung über den neuen Sound der V6-Turbo-Motoren in der Formel 1 aus, und bekräftigt mit Nachdruck, dass sich die Königsklasse mit den technischen Änderungen nur dem Zeitgeist angepasst habe.

Das Auftaktrennen in Australien war, so der 65-Jährige im Interview mit der Welt, "eine Demonstration, wie eine moderne und zeitgemäße Formel 1 funktionieren muss." Er könne die negativen Töne von Bernie Ecclestone und anderen im Fahrerlager nicht verstehen.

"Schauen sie sich einmal das Podium in Melbourne an", meint Lauda euphorisch. "Dort standen junge Sportler, die teilweise zum ersten Mal ein Formel-1-Podium erreicht haben, zum ersten Mal einen Grand Prix gefahren sind. Das nenne ich Fortschritt und finde das erfrischend, belebend, sympathisch."

Der Sport müsse auch mit der Zeit gehen: " So muss der Sport sein, so ist er gut, so will ich ihn erleben, und so soll er sich präsentieren." Denn durch die Veränderung hätte man auch mehr Publikum: "Es waren noch nie so viele Zuschauer in Melbourne. Gut, das hatte auch mit dem Auftritt von Daniel Ricciardo zu tun, aber die neue Formel 1 interessiert die Leute."

Endlich sei die Königsklasse zeitgemäß, denn "der alte Acht-Zylinder-Motor unter dem Primat der neuen Zeit, der neuen Bedürfnisse des Straßenverkehrs, der Umweltinitiativen, der technischen Entwicklung der Hybridautos, der Lebensqualität der Menschen in einer hochtechnologischen Welt mit allen ihren Herausforderungen konnte die ernstzunehmenden Bedürfnisse nicht mehr erfüllen."

Die Turbotechnik garantiere eine positive Formel, denn man habe mehr Leistung bei weniger Spritverbrauch und weniger Lärm durch die Aufladung der Motorabgase. Generell sei die neue Technik sehr ökologisch, denn "dadurch wird weniger CO2-Ausstoß produziert. Diese Technik repräsentiert einen intelligenten Weg, mehr Leistung mit weniger Energie und weniger Umweltbelastung zu generieren."

Außerdem sei die neue Technik auch für die Serienproduktion interessant: "In der Formel 1 können jetzt die Hersteller das System unter Höchstbelastung testen, verbessern und auf dem schnellsten Weg in ihre Serienautos einbauen."

Und laut Lauda wird man kein bisschen langsamer sein, als in den vergangen Jahren. In Monza "und auch auf anderen Strecken werden wir dieses Jahr Topgeschwindigkeiten bis über 300 km/h erleben, wie sie die bisherigen Achtzylindermotoren nicht erreichen konnten. Wir reden also hier von Motorsport auf technisch wie sportlich allerhöchstem Niveau mit einem hohen Anspruch."

Alles in allem, resümiert der Österreicher sei die Formel 1 auf dem vollkommen richtigen Weg. Es sei ein Gesetz in der Königsklasse - es müsse "immer so schnell wie möglich nach vorne gehen - und nicht nach hinten. Alles andere macht für mich keinen Sinn."

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