MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Hembery gegen Bewässerungs-Traktor

Reifenhersteller Pirelli beanstandet die Umsetzung der Tests unter nassen Bedingungen vor Saisonbeginn - Paul Ricard oder Fiorano vorgeschlagen.

Pirelli macht sich für Formel-1-Testfahrten auf nasser Fahrbahn stark. Wie 'Autosport' am Montag berichtet, will der Reifenzulieferer im französischen Paul Ricard oder auf der Ferrari-Hausstrecke im italienischen Fiorano bei künstlicher Bewässerung ausrücken lassen. "Ein ordentlicher Nasstest ist unserer Meinung nach vor dem Saisonstart für jeden nützlich", sagt Sportchef Paul Hembery. Der Einwand scheint aber auf wenig Gehör zu stoßen.

"Die Teams könnten die Vergleichswerte schon früh mit einberechnen und die Fahrer könnten ein Gefühl für den Unterschied und die Änderungen, falls wir welche vornehmen, bekommen", unterstreicht Hembery die Relevanz eines Tests unter nassen Bedingungen vor Saisonbeginn - ein Vorhaben, dass nach dem schweren und folgenreichen Unfall von Marussia-Pilot Jules Bianchi im vergangenen Jahr noch mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Denn laut des Unfallberichts des Motorsportweltverbands FIA geschah das Unglück von Suzuka im vergangenen Oktober durch ein Zusammenspiel der schlechten Bedingungen, einer fahrerischen Fehleinschätzung und einer technischen Fehlfunktion. Diese Umstände hätte Pirelli gern bestmöglich simuliert, um alle Beteiligten besser darauf einstellen zu können.

"Ein Bewässerungs-Traktor in Jerez ist nicht gerade das, was wir uns vorgestellt haben", so Hembery. "Wir haben da eher an Paul Ricard oder Fiorano gedacht. Das sind die einzigen Strecken, wo man etwas Vernünftiges produzieren kann. Aber das eröffnet andere Diskussionen. Wir haben momentan noch keine Rückmeldung erhalten. Wir würden es gerne tun, aber es muss auch ordentlich durchgeführt werden."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Was sich jetzt ändern soll

FIA eröffnet neue F1-Kommandozentrale

Kann künstliche Intelligenz für einheitlichere Entscheidungen in der Formel 1 sorgen? Die FIA setzt auf ein neues Kontrollzentrum mit moderner Technik

Was FIA-Präsident verraten hat

Neue F1-Antriebe schon 2030?

Kommt der V8-Antrieb schneller zurück als gedacht? Der FIA-Präsident kündigt für 2030 eine neue Antriebsgeneration an, aber ein Nebensatz sorgt für Zweifel

Wilder Singapur-Sprint

Russell-Crash & McLaren-Kollision

Max Verstappen siegt in einem wilden Singapur-Sprint, bei dem George Russell crasht, beide McLaren miteinander kollidieren und nur 13 Autos das Ziel sehen