MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel E: News

"Kurz die Nase pudern"

Für Formel-E-Pilot Franck Montagny dürfte die Karriere beendet sein - Dopingprobe bringt Kokainkonsum ans Licht.

Die noch junge Formel E hat ihren ersten handfesten Skandal. Andretti-Pilot Franck Montagny wurde im Rahmen der Analyse einer Dopingprobe der Konsum von Kokain nachgewiesen. Der Test fand im Anschluss an den e-Prix in Malaysia statt. Beim darauf folgenden Rennen in Punta del Este war der Ex-Formel-1-Pilot aus "gesundheitlichen Gründen" nicht am Start gewesen. So hatte es der Franzose jedenfalls zunächst über Twitter kommuniziert.

Dass sein Fehlen beim Rennen in Uruguay einen ganz anderen Hintergrund hatte, offenbart Montagny in seiner aktuellen Kolumne in der Zeitung L'Equipe in schonungsloser Offenheit. "Ich habe eine große Dummheit begangen, ich bin schuldig", schreibt der 36-Jährige in dem Sportblatt. Er zweifelt die Ergebnisse des Tests keineswegs an und verzichte auf die Analyse der sogenannten B-Probe. Zwei Tage lang habe er die Erkenntnisse verarbeiten müssen, anschließend habe er seine Eltern über seinen Fehler informiert. "Ich schämte mich", schreibt er.

Der Konsum von Aufputschmitteln ging nach Angaben von Montagny über viele Jahre. In seiner Formel-1-Zeit sei er erstmals "mit dem Zeug in Berührung bekommen". Es habe ihn als Werkspilot in der Le-Mans-Szene angeblich schneller gemacht, es habe ihm geholfen, teils starke Schmerzen bei den Fahrten mit gebrochenen Rippen schmerzfrei zu überstehen: "Ich habe nie etwas gesagt, es meine Leistung nie beeinflusst. Wenn ich im Auto saß und den Helm aufhatte, war ich in Ordnung."

Nach seinem offenen Geständnis gibt sich Montagny keinerlei Illusionen bezüglich der Fortsetzung seiner Karriere hin. "Es ist wahrscheinlich vorbei", meint der Franzose. In der Formel 1 nahm der 36-Jährige in der Saison 2006 an sieben Grand-Prix-Wochenenden als Einsatzpilot von Super Aguri teilt, im Folgejahr stand er als Testpilot des Werksteams von Toyota unter Vertrag. Bei zwölf Teilnahmen an den 24 Stunden von Le Mans stand Montagny viermal auf dem Siegerpodest.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Vor dem Langstreckenklassiker

24h Le Mans 2026

Der Langstreckenklassiker – nominell zwei Mal rund um die Uhr – ist inzwischen weit mehr. Und auch keine Rennwoche, sondern eigentlich inzwischen zwei bis drei Wochen. Diese Spanne resultiert aus dem Aufwand, den die Teams und Hersteller rund um dieses Mega-Event betreiben.

Adrian Newey über Upgrade & Alonso-Verbleib

Aston-Martin-Upgrade in Ungarn wird "ein großer Schritt"

Adrian Newey hofft auf einen Verbleib von Fernando Alonso bei Aston Martin - doch dafür müsse ihm der richtige Weg aufgezeigt werden. Am besten mit dem Upgrade, das in Ungarn eingesetzt wird und ein "großer Schritt" sein soll...

Wenn der Renn-Samstag beginnt, dann ist er für die Teams und Fahrer genauso durchgetaktet, wie schon die Tage zuvor. Spätestens ab Mittag, wenn die Le Mans Startaufstellung alles versammelt, was im Motorsport Rang und Namen hat, dann weiß man vor allem eines: Man muss die nächsten rund 27 Stunden einfach nur noch 101 Prozent funktionieren.

GP von Katalonien: Qualifying

Russell "zurück in der Spur": Pole vor Hamilton

Mercedes-Fahrer George Russell meldet sich mit der Poleposition in Barcelona zurück im WM-Titelkampf - Erster Top-10-Startplatz für Audi-Fahrer Nico Hülkenberg