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Motorrad-WM: Sepang

Rossi: „Marquez hat mich Titel gekostet“

Valentino Rossi spricht über seine Sicht der Dinge und beteuert seine Unschuld. „Marquez hat dafür gesorgt, dass ich die WM verliere“.

Fotos: MotoGP-Media

Mehrere Stunden nach dem kontroversen Rennen in Sepang hat sich Valentino Rossi doch noch den Medien gestellt. "Marquez hat seinen Kampf gewonnen. Er hat dafür gesorgt, dass ich die Weltmeisterschaft verliere", sagt der Italiener gegenüber den anwesenden Journalisten. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Rossi behauptet, dass sich Marquez im WM-Kampf auf die Seite von Jorge Lorenzo geschlagen habe. Die Kollision der beiden gibt Rossis Theorie neue Nahrung.

"Ich wollte nicht, dass Marquez stürzt. Ich habe ihn nicht getreten", sagt der Italiener gegenüber 'Crash.net'. Die Rennleitung sah das allerdings anders. Die Folge: Drei Strafpunkte und damit der letzte Startplatz beim Saisonfinale in Valencia. Trotzdem beteuert Rossi seine Unschuld und erklärt: "In der Aufnahme des Helikopters sieht man es besser. Von der Seite sieht es tatsächlich so aus, dass ich ihn getreten habe."

"Ich behaupte nicht, dass ich die Kurve normal genommen habe. Ich wollte ihn einbremsen, damit er Zeit verliert. Es war das einzige, was ich tun konnte, weil er mich in jeder Bremsphase überholt hat. In den Kurven ist er sehr langsam gefahren und meiner Meinung nach hat er das Gas auch auf der Geraden nicht komplett aufgemacht", erklärt Rossi, der sich in den ersten Runden von Marquez aufgehalten fühlte.

Der WM-Spitzenreiter weiter: "In den ersten Runden habe ich ihn fünf oder sechsmal angesehen. Ich habe zu ihm geschaut und wollte ausdrücken: 'Was zur Hölle machst du da?'" In Runde sieben drückte Rossi den Noch-Weltmeister in Kurve 14 schließlich nach außen. Es kam zur Berührung und der Spanier stürzte. "Sein Lenker hat mein linkes Bein berührt und deshalb ist er gestürzt", erklärt Rossi.

"Wenn man es sich Bild für Bild ansieht, denn sieht man, dass mein Fuß erst dann von der Raste abrutscht, als Marquez bereits am Boden liegt", sagt Rossi weiter und erklärt: "Wenn ich ihn treten wollte, denn hätte ich das schon 20 oder 30 Meter vorher machen können, weil wir uns da schon sehr nah waren. Außerdem stürzt ein MotoGP-Fahrer nicht von einem Tritt, weil das Bike sehr schwer ist und eine Menge Grip hat."

Daher sei er "sehr enttäuscht" über die drei Strafpunkte, die er für den Zwischenfall erhielt. Marquez kam derweil ohne Strafe davon und erklärte anschließend, dass der Italiener "außer Kontrolle" sei. Beim Saisonfinale in Valencia am 8. November steht dem "Doctor" nun eine Mammutaufgabe bevor: Er hat in der WM zwar noch immer sieben Punkte Vorsprung auf Jorge Lorenzo, muss sich allerdings von ganz hinten durch das Feld arbeiten.

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