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Formel 1: Interview

Räikkönen über sein Rallyeintermezzo

Der finnische Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen erklärt, wieso der Rallyesport für Rundstreckenpiloten eher Chance als Risiko darstellt.

Ausflüge in andere Motorsportarten sind für Piloten der Formel-1-WM selten geworden – und zudem ein schmaler Grat: Ihre Teams sehen die Gaststarts unter anderem aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht gerne. Sie selbst laufen Gefahr, sich zu verletzten oder zu blamieren. Dennoch ist Kimi Räikkönen überzeugt, dass sein Intermezzo in der Rallyeweltmeisterschaft in den Jahren 2010/11 ein Segen für seine Karriere gewesen sei. "Natürlich ist es gefährlich, aber man kann sich überall verletzten", sagt er gegenüber F1i.

Der Finne betont, dass das Fahren weitgehend unbekannter und nicht einsehbarer Strecken die Instinkte eines Rennfahrers schulen würde, wenn der Aufschrieb des Co-Piloten die einzige Orientierung ist: "Es lehrt einem viel, weil man präzise und sehr konzentriert sein sowie immer zuhören muss", erklärt Räikkönen. Seine selbstverordnete Pause von der Rundstrecke sei dank der Einsätze im eigenen Citroën-Kundenteam kein Nachteil gewesen, weil er so keinen Rost angesetzt habe.

"Mein großer Vorteil war, dass ich immer Rennen gefahren bin. Was auch immer die Leute erzählen mögen: Man lernt dabei sehr viel – sogar, als ich 2009 Rallyes bestritten habe, während ich bei Ferrari war", so der Formel-1-Weltmeister von 2007 weiter. Pikant war damals allerdings, dass er bei der Scuderia keine Erlaubnis eingeholt hatte, bevor er sich in sein Rallyeabenteuer stürzte ...

Als er 2012 sein Grand-Prix-Comeback startete, fühlte er sich jedenfalls topfit. Grund dafür war, dass sich trotz einiger Regeländerungen in der Formel-1-WM nicht allzu viel getan hatte. "Natürlich hatte ich Zweifel, aber ich wusste mehr oder weniger, was mich erwartet. Solange ich weiß, wo beim Auto vorne und hinten ist, wird es schon gutgehen", winkt Räikkönen ab.

Weiteres Selbstvertrauen verschafften ihm Testfahrten eines zwei Jahre alten Lotus-Modells, mit dem er auf Anhieb gut harmonierte: "Natürlich gibt es Fragezeichen, wie sich ein aktuelles Auto anfühlt, aber bei meiner Rückkehr hatte ich wenig Bedenken. Sonst hätte ich nie einen Vertrag unterschrieben."

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