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KTM: „Steigen gut vorbereitet ein“

Erstes Zwischenfazit: Motorsportdirektor Pit Beirer ist nach dem ersten Kräftemessen mit der Konkurrenz sehr zuversichtlich und erklärt, woran KTM noch arbeitet.

Beim privaten Test am Red-Bull-Ring in Österreich traf KTM erstmals auf die MotoGP-Konkurrenz. Im direkten Vergleich mit den Werksteams von Yamaha, Ducati, Suzuki und Aprilia hinterließen die Österreicher einen guten Eindruck. Lediglich zwei Sekunden fehlten KTM-Testpilot Mika Kallio auf die Testbestzeit von Ducati-Werkspilot Andrea Iannone.

"Endlich war der Tag gekommen, an dem wir uns mit unseren Gegnern messen konnten. Es war ein tolles Gefühl", beschreibt KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer, der mit den Rundenzeiten seiner Fahrer gut leben konnte: "Es ist normal, dass wir ein bisschen langsamer sind als die Spitzenfahrer, doch der Rückstand ist nicht allzu groß. Wir wissen, wo wir uns verbessern müssen."

"Wir sind in etwa dort, wo wir zum jetzigen Zeitpunkt sein wollten", betont Beirer zufrieden. "Wir liegen nicht mehr so weit zurück. In Kombination mit den Fahrern für die kommende Saison bin ich sehr zuversichtlich, dass wir gut vorbereitet in die MotoGP einsteigen können."

KTM geht 2017 mit Bradley Smith und Pol Espargaro an den Start. Von den beiden neuen Stammpiloten verspricht sich Beirer eine weitere Steigerung. "Wir liegen aktuell etwa zwei Sekunden zurück und müssen bei der Beschleunigung, beim Bremsen, bei der Motorleistung und anderen Bereichen nachlegen. Es ist nicht so, dass ein einzelnes Bauteil eine oder zwei Sekunden bringt. Wir müssen uns alle Details anschauen. Wir haben nun eine Basis, von der wir beginnen können", erklärt der ehemalige Motocrosser.

Doch woran tüftelt KTM aktuell? "Wir bringen bis zum Wildcard-Start in Valencia neue Chassisteile. Zudem wird es ein komplett neues Aerodynamikpaket geben. Wir fahren aktuell mit dem ersten Entwurf. Es sind viele Teile in der Pipeline", berichtet Beirer. "Beim nächsten Test wird eine neue Motor-Ausbaustufe debütieren. Alle Bereiche werden wir uns anschauen. Wir sind noch nicht am Ende."

"Wir haben vier weitere Tests geplant, bevor Mika Kallio beim Saisonfinale mit einer Wildcard startet. Das ist für uns ein weiterer Meilenstein. Er hat zusammen mit dem Team im vergangenen halben Jahr fantastische Arbeit geleistet. Das wurde mit Blick auf die Ergebnisse deutlich", schildert der KTM-Verantwortliche, der froh ist, Kallio mit dem Wildcard-Start etwas zurückgeben zu können: "Der Wildcard-Start ist der Moment, in dem wir Mika danken für seine Arbeit. Er hat dieses Projekt sehr gut vorangebracht. Er kam nicht vom Weg ab. Das hätte die Arbeit der Ingenieure erschwert."

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