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Rückbau im Brünnchen: Kies ist zurück

Motorsportfans dürfen aufatmen: Die Auslaufzone der Nürburgring-Nordschleife im Streckenabschnitt Brünnchen wurde größtenteils zurückgebaut.

Fotos: Jan Brucke/VLN

Der Nordschleifen-Kies ist zurück! Im Streckenabschnitt Brünnchen sind in dieser Woche die Bagger wieder angerollt. Die zugepflasterte Auslaufzone wurde zu einem Großteil wieder zurückgebaut. Gänzlich auf den alten Stand geht es nicht, denn zwei zusätzliche Reihen Rasengittersteine bleiben liegen. Doch die negativen Auswirkungen sind bei der neuen Lösung ausgemerzt. Die ursprünglichen Umbaumaßnahmen hatten Entsetzen unter Motorsportlern und vor allem bei Motorradfahrern ausgelöst.

Die neue Lösung wurde bei einer Streckenbegehung von Vertretern des Nürburgrings und des DMSB sowie ILN-Sprecher Olaf Manthey beschlossen. Es ist ein guter Kompromiss für beide Seiten: Track-Limit-Diskussionen bei Rennen wird es auch künftig auf der Nordschleife nicht geben. Motorradfahrer müssen auch in Zukunft nicht fürchten, im Falle eines Sturzes ihre Finger oder andere Körperteile in den Rasengittersteinen zu verlieren. Der Nürburgring kann darauf hoffen, dass die Strecke bei Touristenfahrten weniger verschmutzt wird als in der Vergangenheit, wenn ein Fahrzeug nur leicht rausrutscht - ergo weniger Reinigungspausen.

In einer Presseaussendung des Nürburgrings werden die Maßnahmen so beschrieben: "Bei der gemeinsam verabschiedeten Variante sorgen nun die verlegten Rasengittersteine dafür, dass es zu weniger Streckenverschmutzungen kommt, die eine Gefahr für den nachfolgenden Verkehr darstellten und ein angelegter Kiesbereich garantiert, dass diese Auslaufzone nicht als zusätzliches Stück Strecke zweckentfremdet wird."

Die Umbaumaßnahmen wurden pünktlich zum Beginn der Touristenfahrten- und Rennsaison fertiggestellt. An diesem Wochenende finden die Test- und Einstellfahrten der VLN auf der Nürburgring-Nordschleife statt. Wie die neue Lösung in der Praxis funktioniert, wird sich dann erstmals zeigen. In der Theorie soll die Kurve nicht schneller geworden sein - trotz des nun 60 Zentimeter breiteren Streifens zwischen aus bereits seit vielen Jahren verbauten Rattersteinen und den zwei neuen Linien Rasengittersteinen vor dem Kiesbett.

Neben den Fahrern werden sich auch Amateurfilmer über den Rückbau des Brünnchens freuen. Schließlich galt das Kiesbett in der Vergangenheit als Garant für spektakuläre Bilder in den auf Youtube beliebten "Nürburgring Crash Compilations". Auch weitere Sicherheitsmaßnahmen wurden fertiggestellt: Im Streckenabschnitt Aremberg ist das Kiesbett erneuert worden, zusätzlich wurden neue Fangzäune in den Bereichen Fuchsröhre und Kesselchen aufgestellt. Letzteres ist die zweite Stufe der Umsetzung der Maßnahmen des Runden Tischs von 2015.

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