MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Formel-1-WM im TV: ServusTV statt ORF?

Wenn der ORF 2020 aus seinem Formel-1-Vertrag aussteigt, könnte ServusTV die TV-Rechte übernehmen, doch das Interesse ist begrenzt.

Die Formel-1-WM wird nur noch bis einschließlich 2019 vom ORF live übertragen, danach können die Rechte für das österreichische Fernsehen neu vergeben werden. Weil die Anzahl österreichischer Privatsender überschaubar ist, beginnen langsam die Spekulationen darüber, wer sich die künftigen TV-Rechte sichern könnte.

Zuallererst käme da natürlich ServusTV in den Sinn. Der Haus- und Hofsender des Getränkekonzerns Red Bull widmet sich mit seinem Talkshowformat schon heute ausführlich dem Thema Formel-1-WM, am liebsten freilich den beiden eigenen Teams, besitzt aber keine Liverechte für die Grands Prix. Die Motorrad-WM, in der man auf Sponsorenebene vertreten ist, läuft hingegen seit 2016 live auf ServusTV, seit heuer auch die Superbike-WM.

Die beiden eigenen Formel-1-Teams und das Heimrennen in Spielberg auf ServusTV abzubilden, erscheint naheliegend, doch Konzernchef Dietrich Mateschitz ist nicht unbedingt daran interessiert, dafür Geld auszugeben. "Im deutschsprachigen Raum wäre neben dem ORF die Formel 1 auf RTL ohnehin im Free-TV zu sehen. Insgesamt ist die Formel 1 für uns natürlich immer ein Thema, aber damit haben wir uns im Detail noch nicht beschäftigt", sagte er den Salzburger Nachrichten.

Sollte sich ServusTV das bis 2020 nicht anders überlegen, wären auch die Privatsender ATV und Puls 4 als Alternativen denkbar. In der Praxis darf es jedoch als unwahrscheinlich gelten, dass eines der beiden Medienhäuser so viel Geld für die Fernsehrechte an der Formel-1-WM bezahlen würde. Der ORF legte dafür zuletzt knapp zehn Millionen Euro pro Jahr auf den Tisch, heißt es. Es steht also zu befürchten, dass es ab 2020 gar keine eigenständige österreichische TV-Übertragung mehr geben wird.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Interview

Weitere Artikel:

Haas hat sein Design für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt - Mit dem neuen Titelpartner Toyota Gazoo Racing hat sich auch der Look des Autos leicht verändert

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen

MotoGP 2026: Aprilia

Aprilia enthüllt RS-GP26

Aprilia Racing startet 2026 nicht nur mit neuer Optik, sondern mit dem Selbstverständnis eines Titelanwärters in die neue MotoGP-Saison

Die Racing Bulls zeigen in Detroit ihr neues Design für 2026: Zu dem bisherigen Weiß kommen blaue Flächen als Anspielung auf Motorenpartner Ford