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Formel 2: Monaco

Fouco beschert Charouz ersten Sieg

Ferrari-Junior Antonio Fuoco beschert dem tschechischen Charouz-Team den ersten Sieg in der Formel 2. Lando Norris landet auf Platz zwei und baut seine Tabellenführung aus.

Am Freitag stand Antonio Fuoco (Charouz) nach seiner Startkollision mit Luca Ghiotto (Campos) noch im Kreuzfeuer der Kritik, doch im Sprintrennen der Formel 2 in Monaco gab der Ferrari-Junior am Samstag die richtige Antwort. Von der Pole-Position der umgekehrten Startaufstellung aus fuhr der Italiener zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und gewann nach 30 Runden auf dem Stadtkurs von Monte-Carlo vor Lando Norris (Carlin) und dem Schweizer Louis Deletraz (Charouz).

Für das Team aus der Tschechischen Republik, das erst in dieser Saison in die Formel 2 aufgestiegen ist, war dies ein fast perfektes Ergebnis und der erste Sieg in der Nachwuchsklasse der Formel 1. Für Fuoco war es nach Monza 2017 der zweite Sieg in der Formel 2.

Um diesen musste der Italiener nur während zweier Safety-Car-Phasen zittern, kam jedoch nie in eine Position, aus der aus sein Verfolger Norris ihn hätte angreifen können. "Es war wegen der Safety-Cars ein schwieriges Rennen, vor allem beim ersten", meint Fuoco. "Lando war hinter mir sehr stark, aber ich hatte alles unter Kontrolle. Das Auto war sehr gut."

Lando Norris baut die Meisterschaftsführung aus

Für Norris war Platz zwei nach einem Unfall im Qualifying und nur Startplatz 18 im Hauptrennen ein versöhnliches Ende. "Im Qualifying habe ich das Team im Stich gelassen, aber heute habe ich mich gut zurückgemeldet. Ich bin nicht so glücklich wie ich sein könnte, aber Platz zwei ist ganz gut."

Trotz des desaströsen Starts in das Rennwochenende baute Norris seine Führung in der Gesamtwertung sogar noch aus, da seine unmittelbaren Verfolger in den Rennen leer ausgingen. "Ich habe im Qualifying einen Fehler gemacht, sie im Rennen", stellt der McLaren-Junior fest.

Für den Schweizer Deletraz war es das erste Podium seiner Formel-2-Karriere. Um das musste er gegen den entfesselt fahrenden Vortagessieger Artjom Markelow (Russian Time) aber hart kämpfen. "Das war vielleicht das härteste Rennen meines Lebens. Mitten im Rennen ist mein Display ausgefallen und ich konnte nicht mehr richtig schalten. Ich hing andauernd im zweiten oder dritten Gang fest, das war wirklich schlimm", berichtet Deletraz.

Hinter dem Viertplatzierten Markelow kamen Roberto Merhi (MP), Arjun Maini (Trident), der Deutsche Maximilian Günther (Arden) und Nicholas Latifi (DAMS) auf den weiteren Punkterängen ins Ziel.

Wie schon erwähnt musste das Rennen zweimal mit dem Safety-Car neutralisiert werden. Zum ersten Mal in Runde 4, als Sean Gelael (Prema) im Schwimmbad heftig in die Leitplanke eingeschlagen war. Der Indonesier, der gestern auf Rang zwei gefahren war, konnte das Auto zwar aus eigener Kraft verlassen, wirkte aber leicht angeschlagen.

Nachdem Alexander Albon (DAMS) in Runde 27 vor der Hafenschikane auf das Auto von Roy Nissany (Campos) aufgefahren war, musste Bernd Mayländer zum zweiten Mal auf die Strecke fahren. Das Rennen wurde anschließend nicht mehr freigegeben. Sergio Sette Camara (Carlin) konnte wegen der Handverletzung, die er sich am Donnerstag bei einem Unfall im Qualifying zugezogen hatte, auch heute im Sprintrennen nicht an den Start gehen.

In der Gesamtwertung hat Norris mit 100 Punkten nun einen deutlichen Vorsprung vor seinen punktgleichen Verfolgern Markelow und Albon, die beide auf 71 Zähler kommen. Weiter geht es mit der Formel-2-Saison 2018 in vier Wochen (22. bis 24. Juni) mit den Rennen im französischen Le Castellet.

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