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Formel 1: News

Kein Einheitsgetriebe ab 2021

2021 sollte es zu einem Einheitsgetriebe in der Formel 1 kommen, doch der Motorsport-Weltrat zieht diese Pläne wieder zurück.

Die Formel 1 wird nun doch nicht ab 2021 auf ein Einheitsgetriebe setzen und hat die Ausschreibung daher ergebnislos beendet. Die Königsklasse wollte aus Kostengründen auf das Getriebe eines einheitlichen Herstellers setzen, allerdings hat sich der Motorsport-Weltrat der FIA auf Anraten der Technikabteilung des Verbandes dazu entschieden, den Teams die Freiheit zu lassen.

"Die Entscheidung des Weltrates wurde auf der Grundlage von technischen und finanziellen Informationen der Teams und Ausrüster getroffen", heißt es in einer Mitteilung der FIA. Einerseits sei die Technologie so weit fortgeschritten, dass es zwischen den einzelnen Teams kaum einen Performance-Unterschied gebe, zum anderen sei die Zuverlässigkeit beim Getriebe ein sehr sensibles Thema.

Es heißt, dass man die gewünschten Kostenersparnisse auch auf anderem Wege erreichen könne, als durch einen Einheitshersteller. Wie das konkret bewerkstelligt werden soll, möchte die FIA mit den Teams klären. Ein Regelwerk dazu wird theoretisch Ende Juni erwartet.

"Es gibt viele Bereiche, in denen man sparen kann, aber einige davon muss man mit großer Vorsicht behandeln", sieht Racing-Point-Technikchef Andrew Green die Absage positiv. "Es geht um Bereiche, in denen Zuverlässigkeit wichtiger ist als alles andere, und in denen es das Potenzial gibt, das ganze Feld zu stoppen."

Die FIA hatte die Ausschreibung für das Getriebe bereits im Februar gestartet, seitdem sind mit Felgen, Bremskomponenten oder Benzinsystem weitere dazugekommen. Vier Hersteller sollen sich auf die erste Ausschreibung beworben haben, von denen jedoch nur Xtrac öffentlich bekannt ist.

Das Unternehmen zeigt sich nach der Absage enttäuscht: "Xtrac hat enorme Anstrengungen unternommen, um die Ausschreibung der FIA zu beantworten", sagt Unternehmensleiter Peter Digby. "Wir sind zwar enttäuscht, dass sich die FIA entschieden hat, den Weg nicht weiter zu verfolgen, aber unzweifelhaft dürften alle Beteiligten aus dem Ausschreibungsprozess gelernt haben."

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