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Motorsport-Sieger 2019 - wissen Buchmacher mehr? Formel 1 & Co. – an Mercedes ist kaum ein Vorbeikommen

Wie gut sind Vorhersagen der Buchmacher?

Formel 1 & Co. – sind Buchmacher einfach schlauer? Wir haben uns Vorhersagen und Ergebnisse angeschaut. Der Faktencheck zum Nachlesen.

Motorsport ist faszinierend: Der Geruch von Benzin und Reifen, rasante Überholmanöver und der Thrill, wenn sich Boliden auf der Rennstrecke touchieren – alles macht den besonderen Reiz des PS-Sports aus.

Zuschauer vorm Fernseher oder live an der Rennstrecke fiebern mit. Das Rennfieber packt jeden, der schon einmal live dabei war. Es spielt keine Rolle, ob es um Formel 1, heiße Öfen mit zwei Rädern oder eine waschechte Rallye geht.

Beim Motorsport will jeder seinen Favoriten gewinnen sehen. Einige Fans des Benzingeruchs in der Luft haben noch ein ganz anderes Interesse daran, bestimmte Fahrer auf dem Podest zu sehen. Wie beim Fußball ist auch der Motorsport bei Sportwetten ein beliebter Wettmarkt. Wer sich bei Buchmachern etwas genauer umsieht, findet nicht nur Wetten auf das nächste Rennevent, sondern kann auch auf den Sieger der Meisterschaft tippen. Wissen die Buchmacher am Ende mehr als Zuschauer? Oder raten die auf www.nachgefragt.net getesteten Wettanbieter auch nur ins Blaue?

Formel 1: Ferrari fährt in den Quoten hinterher

Zu den beliebten Rennserien, die live auch im deutschen Fernsehen übertragen werden, gehört die Formel 1. In den letzten Jahren haben vor allem Ferrari und Mercedes als Rennstall die Meisterschaft unter sich ausgemacht. Dabei haben die roten Boliden in der Vergangenheit durchaus Klasse bewiesen. In den Quoten ist davon aktuell allerdings äußerst wenig zu spüren.

In der Konstrukteurs-Wertung liegt der Rennstall aus Maranello abgeschlagen hinter Mercedes. Entsprechend das Bild bei der Fahrer WM: Beide Ferrari-Fahrer liegen – gemessen an den Quoten der Mercedes-Fahrer – relativ weit hinten. Kein Wunder: Haben Vettel und Leclerc bisher nicht die Ergebnisse der Vergangenheit auf die Straße gebracht.

Für die Buchmacher sind die Karten derzeit klar verteilt: Mercedes fährt vornweg, alle anderen Teams – inklusive Ferrari – hinterher. Was bei den Sportwettenanbietern nüchtern mit ein paar Zahlen ausgedrückt wird, ist in der Rennsport-Szene Gegenstand lebhafter Debatten. Angesichts der Performance auf der Strecke wird in verschiedenen Magazinen gemutmaßt, dass sich Ferrari schlicht bei der Technik verkalkuliert hat. Dass bei den „Niederlagen“ gegenüber Mercedes die Quoten nicht besser werden, liegt auf der Hand.

Buchmacher kennen Details

In Barcelona ist Red Bull Racing besser auf der Strecke unterwegs gewesen als die feuerroten Boliden. Eigentlich müsste dies in den Quoten sehr deutlich zu spüren sein. In den Augen der Buchmacher bleibt – zumindest auf die Platzierung – Ferrari hinter Mercedes.

Ein Grund, warum die aktuelle Entwicklung nicht das komplette Ranking durcheinanderwirbelt, ist die Expertise der Buchmacher. Die Probleme einiger Rennställe ergeben sich aus der aktuellen Konfiguration der Fahrzeuge. Die neuen Regeln haben zur Entwicklung von Boliden geführt, die im Ansatz sehr verschieden sind und deren Performance extrem vom Streckenlayout abhängt. Auch die Lufttemperatur kann ein entscheidender Faktor dafür sein, ob ein Team gerade zu diesem Zeitpunkt seine Reifentemperatur ins optimale Fenster bekommt oder nicht.

Mercedes hat Regeln mitgestaltet

Dass die Buchmacher mit ihrer Einschätzung durchaus auch auf lange Sicht jetzt schon richtig liegen könnten, dürfte einen anderen Grund haben – und den haben die Experten bei den Bookies sicher ebenfalls gekannt. Mercedes hatte in der Vergangenheit verstärkt Einfluss auf die Regeln. So hat der Rennstall bei den Änderungen der Aerodynamik seine Hand gehoben und sich in der Debatte deutlich präsenter als andere Rennställe gezeigt. Auch die Reifenentwicklung dürfte in Teilen – zumindest wenn die Berichte stimmen – mit auf die Kappe des Rennstalls gehen.

Insofern kommen die aktuellen Regeln Mercedes zugute. Auch wenn nach fünf Rennen im Motorsport eigentlich noch nicht alle Trümpfe ausgespielt sind, kann es Mercedes seinen Konkurrenten in den kommenden Monaten sehr schwer machen.

Ist die Fahrer-WM schon gelaufen? Ganz sicher nicht. Keiner der Buchmacher wird sich jetzt schon festlegen wollen. Schließlich lebt auch die Formel 1 – wie der ganze Motorsport – von Spannung. Aber: Wer in Monaco gewinnen will, muss an den Mercedes-Piloten und der technischen Finesse des Rennstalls vorbei.

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