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Formel 1: Interview

Carlos Sainz jr.: Nachname eine Bürde?

McLaren-Pilot Carlos Sainz junior verrät, sein berühmter Nachname habe ihn als Kind sehr oft geärgert. Sein Vater riet ihm zu Härte.

In der Vorwoche konnte Mick Schumacher bei Testfahrten in Bahrain mit dem Ferrari SF90H zum ersten Mal einen modernen Formel-1-Boliden pilotieren, zehn Jahre nachdem sein Vater Michael letztmals in einem Wagen der Scuderia unterwegs war. Wie es sich anfühlt, als Sohn eines berühmten Motorsportlers selbst im Rampenlicht zu stehen, weiß auch Carlos Sainz junior; besonders als Kind habe ihn sein Nachname manchmal genervt.

"Sehr oft", antwortet Sainz jr. auf die Frage, ob sein Nachname ein Nachteil gewesen sei, "vor allem, als ich als Kind Kart gefahren bin. Ich habe einfach gespürt, dass viele Leute mich und meine Ergebnisse beobachten. Viele Kinder und Rennfahrer haben sich auf mich konzentriert, weil ich der 'Sohn von' bin."

Im Laufe der Jahre habe er sich aber an die Aufmerksamkeit gewöhnt. "Obwohl es manchmal echt hart ist, muss man das positiv sehen. Einen zweifachen Weltmeister als Vater zu haben, hat mich nur zu einem besseren Fahrer gemacht", stellt der McLaren-Pilot heute fest. Sein Vater Carlos Sainz zählte zur Weltspitze des Rallyesport und wurde zwei Mal Weltmeister, zudem gewann er zwei Mal die Dakar-Rallye.

Über Mick Schumacher sagt der 24jährige Spanier: "Er bekommt aufgrund der Testfahrten in der Vorwoche sehr viel Aufmerksamkeit von den Medien. Er tut mir deswegen leid, aber manchmal ist das auch nicht schlecht." Er glaubt, dass der Deutsche, der 2019 in der Formel-2-Meisterschaft für Prema aktiv ist, ein sehr gutes Umfeld habe und sehr gut aufgehoben sei.

Sainz jr. hat einen Ratschlag für alle Betrofenen parat – nur nicht zu freundlich sein. "Es gibt diese Burschen, die meinen: 'Ich will den Sohn von Carlos Sainz öfter schlagen als alle anderen, weil mich dann vielleicht sein Vater wahrnimmt'. Das hat mir als Kind gar nicht gefallen. Mein Vater sagte mir: Entweder ich beiße zurück, oder ich werde gebissen." Dadurch habe er realisiert, dass er aggressiver werden müsse: "Ich habe mir dadurch mehr Respekt erarbeitet."

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