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Motorrad-WM: Argentinien

Espargaró nur knapp vor Miguel Oliveira

Beim Grand Prix von Argentinien schafften es drei KTM in die Punkte, doch für die beiden Werksfahrer war es ein schwieriges Rennen.

Bildquelle: Gold and Goose

Nachdem Pol Espargaró beim Saisonauftakt der MotoGP-WM 2019 in Katar den Sprung in die Top 10 als Zwölfter noch knapp verpasst hatte, kam der KTM-Pilot in Argentinien als Zehnter ins Ziel, profitierte dabei allerdings auch vom späten Ausfall der beiden Yamaha-Piloten Franco Morbidelli und Maverick Viñales vor ihm. Dennoch sieht Espargaró Fortschritte, insbesondere im Vergleich zum vergangenen Jahr.

"Wir sind näher an den Topleuten dran als im Vorjahr, wobei sich das ganze Feld näher zusammengeschoben hat, aber auch wir schließen die Lücke langsam. Das ist positiv", analysierte der Spanier. Die 'Pace' von Rennsieger Marc Márquez (Honda) einmal ausgeklammert, fehlten ihm diesmal nur 15 Sekunden auf Rang zwei, und das auf einer Strecke wie Termas de Río Hondo, die für das KTM-Team auch in diesem Jahr eine Herausforderung war.

Espargaró: "Es war ein schwieriges Rennen, vor allem weil uns Grip fehlte. Bei solchen Bedingungen zu fahren, ist nie einfach." Der KTM-Pilot musste sich in den letzten Runden auch noch gegen seinen Bruder Aleix Espargaró (Aprilia) und Markenkollege Miguel Oliveira (Tech3) behaupten und kam letztlich zwischen den beiden ins Ziel. Damit sicherte er sich nur knapp das Prädikat "bester KTM-Fahrer".

Für Oliveira waren es nach Platz 17 in Katar die ersten WM-Punkte in der noch jungen MotoGP-Karriere; entsprechend zufrieden zeigte sich der Portugiese: "Es war ein gutes Rennen. Schon am Samstag habe ich gezeigt, dass ich den Speed und das Potenzial habe, um die Plätze zwischen zehn und 15 zu kämpfen. Das war das Ziel und ist uns während des kompletten Rennens auch gelungen. Gegen Ende war ich schneller als Aleix und Pol, aber ich konnte sie nicht überholen, weil ich auf der Geraden viel Zeit verloren habe. Das war der Hauptgrund."

Seinen Teamkollegen Johann Zarco konnte er immerhin schon einmal hinter sich lassen: Zwar schaffte es der Franzose mit Glück noch in die Punkte und wurde 15., aber nicht aus eigener Kraft, wie er zugab: "Ich war eigentlich außerhalb der Punkteränge, Crutchlow und Bagnaia hatten mich überholt. Ich habe dann doch noch einen Punkt gewonnen, weil in der letzten Runde vor mir zwei Fahrer stürzten." Für ihn sei es generell ein Rennen voller Probleme gewesen:

"Am Start wusste ich nicht, was mit Lorenzo los war, aber ich musste hinter ihm stark abbremsen und fiel dadurch fast auf den letzten Platz zurück. In den ersten acht Runden habe ich mich recht gut gefühlt, war aber nicht in der Lage, meine Konkurrenten zu überholen, weil ich das Motorrad im Moment noch nicht gut kontrollieren kann. Je länger das Rennen dauerte, umso härter wurde es. Am Ende war ich völlig erschöpft."

Das liege vor allem daran, dass er mit der KTM RC16 noch immer nicht so fahren könne, wie er es gerne möchte und auch gewohnt ist: "Ich habe mit dem Motorrad zu kämpfen, und das kostet viel Kraft. Dabei geht es nicht nur um eine Sache, an der wir arbeiten müssen, sondern um ein generelles Gefühl für die Maschine, das mir momentan fehlt." Noch hat der Franzose es nicht geschafft, seinen weicheren Fahrstil an das neue Material anzupassen.

Teammanager Mike Leitner: "Johann ist immer noch nicht zufrieden mit dem Motorrad, aber wir werden weiter daran arbeiten, ein Paket zu schnüren, mit dem er in Zukunft sein Potenzial nutzen kann." Mit dieser Weiterentwicklung sollen auch die Ergebnisse besser werden. "Wir bekommen ständig Teile und werden gemeinsam alles geben, um dauerhaft unter die Top 10 zu kommen. Das ist das Ziel", so der Oberösterreicher.

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