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Tech3 von KTM-Werksunterstützung begeistert

Tech-3-Teamchef Herve Poncharal ist von der KTM-Motorsportabteilung rundum begeistert - heuer also vier KTM-Piloten im MotoGP-Feld.

Foto: KTM

Das Tech-3-Team ist 2019 kein reines MotoGP-Kundenteam mehr. In den vergangenen Jahren musste die französische Mannschaft in der Regel mit den Yamaha-Motorrädern des Vorjahres arbeiten. Weiterentwicklung gab es meist nicht oder nur in kleinen Details. Über die Saison wurde der Rückstand auf die Spitze deshalb in der Regel größer. Mit der neuen Partnerschaft mit KTM hat sich das nun geändert. Tech 3 ist mit den beiden Fahrern Miguel Oliveira und Hafizh Syahrin voll und ganz in die Entwicklung eingebunden.

"Den ersten Kontakt", sagt Tech-3-Teamchef Herve Poncharal, "hatten wir im vergangenen November bei den Tests in Valencia und Jerez. Dann waren wir eine Woche in Mattighofen, damit wir uns näher kennenlernen und uns die Infrastruktur ansehen. Ich habe schon mit vielen namhaften Motorradherstellern gearbeitet, aber KTM hat die größte, beste und am weitesten entwickelte Motorsportabteilung in der Motorradindustrie."

Der Franzose zeigt sich auch davon begeistert, wie viel KTM über den Winter gearbeitet hat: "Seit den Tests im November bis jetzt in Sepang war beeindruckend zu sehen, wie viele neue Teile sie entwickelt haben. Das Gefühl für alle vier Fahrer hat sich deutlich verbessert. Ich bedanke mich bei den Ingenieuren, die so hart gearbeitet haben. Trotzdem müssen wir noch Rückstand aufholen. KTM hat eine große Unterstützung um uns herum aufgebaut, viele neue Gesichter. Nun müssen wir uns als große Gruppe fühlen. Bisher sind wir stolz und sehr glücklich."

KTM kann die Aufgaben auf vier Fahrer aufteilen und somit mehr Informationen sammeln. "Wir haben für jeden Fahrer Techniker von KTM und WP in unserer Box", sagt Oliveira. "Ich arbeite zwar mit meiner Crew, aber KTM erhält ständig das gesamte Feedback." Die vier Fahrer können auch untereinander Einblick in die Daten nehmen. Somit wissen auch die Tech-3-Fahrer, was Pol Espargaro und Johann Zarco im offiziellen Werksteam machen - und umgekehrt.

Je nach Programm könnte es in Zukunft auch passieren, dass Tech 3 andere Entwicklungen als das offizielle Team bekommt. "Wenn Miguel zum Beispiel einen super Job macht, könnte man ihm etwas geben, das man im Werksteam nicht ausprobiert", meint Mike Leitner. "Das haben wir schon in Sepang so gemacht. Dort haben wir Tech 3 Dinge zum Testen gegeben und Feedback erhalten. So ein Testtag vergeht so schnell, weil man alles gegenchecken muss. Auf längere Sicht sehen wir mit vier Fahrern Vorteile."

Den Sepang-Test bezeichnet Oliveira als "okay": "Ich denke, der Test hat gezeigt, dass wir großes Potenzial haben. Ich bin zufrieden, weil wir als Team in eine gute Richtung arbeiten. Wir haben viele Dinge vom Werk bekommen und es fühlt sich gut an, wenn wir als große Gruppe in die gleiche Richtung arbeiten und das gleiche Ziel verfolgen." Mit Topzeiten konnte KTM in Malaysia noch nicht glänzen. Die Teamführung wünscht sich für die neue Saison Top-10-Ergebnisse.

Oliveira schätzt die Lage als Neuling vorsichtiger ein: "Ich persönlich habe das Gefühl, dass wir noch etwas mehr Zeit brauchen, um zu verstehen, was wir mit dem Motorrad machen und welche Ziele wir uns setzen können. Wir haben eine Basis, aber von Strecke zu Strecke kann sich viel verändern. Ich kann mir für die gesamte Saison noch kein bestimmtes Ziel setzen. Ich weiß nicht, ob wir in jedem Rennen um WM-Punkte kämpfen können. Von Rennen zu Rennen werden wir das Potenzial des Motorrades besser verstehen."

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