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Habsburg-Frust trotz Überholspektakel: "Diese verdammte Tür" Am Ende war auch noch die Tür lose: Habsburg hatte beim Auftakt kein Glück
ITR

Habsburg-Frust trotz Überholspektakel: "Diese verdammte Tür"

Warum Ferdinand Habsburg beim DTM-Auftakt in Spa nach Test-Bestzeiten Letzter wurde, aber mit spektakulären Überholmanövern groß aufzeigte

Beim Finaltest vor dem DTM-Auftakt, bei dem WRT-Audi-Neuzugang Ferdinand Habsburg dreimal Bestzeit fuhr, sprach er von Siegen und vom Titel, doch nun verlässt er Spa-Francorchamps mit leeren Händen: Am Samstag konnte er nach seinem Trainingscrash, als das Gaspedal steckenblieb, gar nicht fahren, am Sonntag wurde der Österreicher 15. und damit Letzter.

"Heute ist zu viel schiefgelaufen", meint Habsburg am Sonntagabend enttäuscht. "Ich hatte zahlreiche Probleme mit dem Auto. Und dann hat sich auch noch die verdammte Tür in der Mitte eines großartigen Rennens gelöst. Das hat uns gezwungen, einen sehr frühen Stopp zu machen. Das hat unsere Chancen, nach vorne zu kommen, kaputt gemacht."

So ernüchternd das Ergebnis ist, so spektakulär war sein Sonntagsrennen: Mit tollen Überholmanövern belebte Habsburg die Anfangsphase. Seinen Teamkollegen Harrison Newey kämpfte er bei der Anfahrt auf Eau Rouge Tür an Tür nieder, den zweimaligen Meister Marco Wittmann überholte er mit viel Mut eingangs Eau Rouge über den inneren Randstein.

"Enormes Selbstvertrauen bei Überholmanövern"

Und an Timo Glock ging er spektakulär außen vor der 270 km/h schnellen Blanchimont-Kurve vorbei. "Ich habe enormes Selbstvertrauen bei diesen Überholmanövern", frohlockt Habsburg, der bis zum Sonntagsrennen wegen der Reparatur seines Boliden, die den gesamten Samstag und die Nacht auf Sonntag beanspruchte, kaum zum Fahren kam.

Als er dann mal in Schuss war und sich von ganz hinten bis auf Platz neun nach vorne gearbeitet hatte, lockerte sich die Tür: Habsburg musste also in der achten Runde seinen ersten Stopp einlegen, der dann auch noch 13,2 Sekunden in Anspruch nahm. Somit musste er als einziger auch noch ein zweites Mal stoppen und wurde mit 1:49 Minuten Rückstand auf Sieger Rene Rast Letzter.

"Das war ein ziemlich schlimmes Wochenende, aber es war schön zu sehen, dass - wenn alles funktioniert hat - das Tempo großartig war", zieht Habsburg Bilanz. "Der Lausitzring kann gar nicht schnell genug kommen, um es richtig zu machen."

Bolide nach Reparatur "nicht ganz einwandfrei"

Dass es in Spa-Francorchamps noch nicht nach Wunsch lief, führt Habsburg auch auf sein Pech im ersten Training zurück, als er auf nasser Strecke in der Stavelot-Kurve in die Reifenstapel donnerte. "Das war leider einfach ein mechanischer Fehler", sagt er gegenüber 'ran.de'. "Das kann vorkommen, ist halt unangenehm. Dann wurde das Auto bis 2:00 Uhr in der Nacht repariert."

Doch auch am Sonntag war der RS 5 "nicht ganz einwandfrei", verrät Habsburg und verweist auf die Reparatur, die unter Hochdruck stattfand. "Es gab noch viele kleine Sachen, die noch nicht ganz fertig waren. Wir mussten das ganze Auto fast wie neu herstellen. Das einzige, was übrig geblieben ist, war das Monocoque."

Das sei auch ein Grund dafür gewesen, dass Habsburg im Qualifying wegen zahlreichen Verstößen gegen die Tracklimits keine einzige gültige Rundenzeit einfuhr, aber durch einen Antrag seines Teams am Rennen teilnehmen durfte: "Ich hatte Probleme, mit dem Auto auf der Strecke zu bleiben."

Wie der ehemalige Aston-Martin-Pilot, der dieses Jahr das "von" im Nachnamen weglässt, mit der hohen Erwartungserwartung in der zweiten DTM-Saison umgeht? "Ich erwarte immer das meiste von mir selbst", antwortet er. "Die Erwartungshaltung ist, dass ich Spaß habe. Wenn das der Fall ist, dann weiß ich, dass es gut läuft. Wenn das nicht der Fall ist, dann Ende ich in der Mauer. Das mag keiner."

Motorsport-Total.com

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