MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Habsburg: Rast hat nicht mehr Talent als ich

Habsburg: Rast hat nicht mehr Talent als ich

Ferdinand Habsburg wird 2020 im amtierenden Audi-Meisterauto von Rene Rast in die DTM-Saison gehen.

Und eines ist jetzt schon klar: In Ehrfurcht erstarrt der 22-jährige Österreicher vor dem zweimaligen DTM-Meister nicht. "Ich glaube nicht, dass er mehr Talent hat als ich", meinte der frischgebackene WRT-Audi-Pilot im Interview mit 'Motorsport-Total.com', das im Dezember vor dem R-Motorsport-Ausstieg aus der DTM geführt wurde.

"Mir fehlen noch ein paar Sachen, damit ich konstant auf seinem Niveau fahren könnte, aber ich habe erst meine erste Saison als Profirennfahrer hinter mir", erklärt Habsburg. "Und er ist ja schon vor der DTM mehrere Saisons im Porsche gefahren. Deswegen hat er diesen Vorteil. Das Gute ist, dass ich noch etwas Zeit habe. Außerdem spielt auch die Performance des Autos eine Rolle."

Was Rast abgesehen von der Erfahrung so stark macht? "Ich habe den Eindruck, dass er extrem hart arbeitet", antwortet Habsburg. Zudem könne der Rosberg-Audi-Pilot "sehr gut mit den Reifen umgehen. Er ist von ganz unten gekommen, und seine Karriere ist sehr interessant und beeindruckend. Ich will ihn trotzdem schlagen."

Jeder Rennfahrer sei "ein Konkurrent", stellt Habsburg klar. "Ich muss so hart wie Rene oder noch härter arbeiten, um ihn zu schlagen. Da gibt es keine Alternative." Aber hatte der Österreicher, der in seiner Rookiesaison im schwachen Aston Martin drei Punkte einfuhr, in der Vergangenheit mehr Ehrfurcht vor den Stars der DTM?

"Ich habe früher absolut zu Rast aufgeschaut", verweist Habsburg auf Formel-3-Zeiten, als der Youngster im Rahmenprogramm der DTM unterwegs gewesen war. "Da ich aber jetzt gegen ihn fahre, darf ich das nicht mehr tun. Mit seinen zwei Titeln hat er sehr viel erreicht, was unfassbar beeindruckend ist. Das setze ich mir auch als Ziel." Auf die Frage, ob Rast der beste DTM-Fahrer sei, grinst der WRT-Audi-Pilot schelmisch: "Absolut nicht."

Dafür könnte sich Habsburg in der kommenden Saison einiges vom amtierenden DTM-Champion abschauen. "Ich schaue immer gerne zu, wenn jemand mehr Erfahrung hat, um von ihm zu lernen", bestätigt Habsburg.

"Daher war es so viel Wert, Dani Juncadella und Paul di Resta als Teamkollegen zu haben", spielt er auf sein R-Motorsport-Jahr an. "Ich habe sehr viel von ihnen gelernt, wenn es darum geht, wie man ein Rennwochenende angeht. Rene wird seine besten Tipps sicher nicht preisgeben, aber wenn ich etwas sehe, das hilfreich ist, würde ich das absolut übernehmen."

In der vergangenen Saison hatte er mit seinem neuen Audi-Kollegen Rast nur wenig zu tun: "Wir haben uns bisher nur bei Medienterminen oder anderen Anlässen gesehen."

© Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

DTM erwägt große Format-Revolution

2027 Shootout-Qualifying in zwei Teilen?

Wird für 2027 in der DTM das Qualifying- und das Rennformat sowie der Ablauf geändert? Am Sachsenring gab es intensive Gespräche mit den Teams

Regen-Hängepartie in Malaysia

Verstappen fightet Mercedes-Duo nieder!

Erst wurde gar nicht gefahren, dann ging's richtig zur Sache: Max Verstappen feiert beim Grand Prix von Bahrain seinen ersten Sieg in der Formel-1-Saison 2026

Chaos in der Formationsrunde

Warum sind die Fahrer im Regen ausgerollt?

FIA-Technikchef Nikolas Tombazis erklärt die Hintergründe zum Chaos in der Einführungsrunde von Sepang: Hamilton & Co. bleiben ohne Vortrieb liegen

Formel-1-Kalender 2027

Zehn Sprints - davon einer in Monaco!

Der Formel-1-Kalender für die Saison 2027 umfasst erwartungsgemäß 24 Rennen - Die Anzahl der Sprints wird auf zehn erhöht und umfasst eine interessante Auswahl

Ford wird 2027 mit einem LMDh-Boliden in der Langstrecken-WM antreten, nicht in der amerikanischen IMSA-Serie: Ford-Sportchef Mark Rushbrook erklärt die Gründe

DTM-Rennen Sachsenring – Hintergründe

Halbfinale in der DTM

Das vorletzte Rennwochenende der Saison 2026 stand ganz im Zeichen der Taktik. Wer schafft es, sich die beste Ausgangsposition für den in rund vier Wochen in Hockenheim anstehenden Showdown herauszufahren. Vor allem Thomas Preining, aber auch Maro Engel und Marco Wittmann haben die besten Ausgangspositionen für das Finale.