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Habsburg mit Chance auf Audi-Cockpit

Habsburg: „Stehe bei Audi auf der Liste"

Ferdinand Habsburg hat nach dem Rückzug von R-Motorsport die Chance, ein DTM-Cockpit bei Audi zu bekommen.

Fotos: DTM Media

Bleibt Ferdinand Habsburg trotz des Ausstiegs von R-Motorsport in der DTM? Der Österreicher darf sich Chancen ausrechnen, 2020 den Audi-Testträger zu steuern, wie er bestätigt: "Ich stehe bei Audi auf der Liste."

Habsburgs DTM-Karriere schien nach nur einem Jahr beendet, als Aston-Martin-Lizenznehmer R-Motorsport Ende Januar seinen Rückzug erklärte. Doch dann meldete sich plötzlich der DTM-Boss persönlich bei seinem Landsmann.

"Ich habe viele Telefonate geführt, und zum Glück habe ich einen Anruf von Gerhard Berger erhalten, der sich darum bemüht, dass nach dem Verlust des dritten Herstellers mehr Autos eingesetzt werden, damit die Show passt", erzählt Habsburg.

Bergers Plan: Nach BMW und dem Kundenauto für Robert Kubica sollte auch Audi den Testboliden einsetzen, um das Feld auf 16 Autos zu vergrößern. Da die Budgets der Hersteller längst abgesegnet sind, ist man dabei auf Piloten angewiesen, die wie Kubica Geld mitbringen.

"Es gibt Gespräche, dass auch Audi ein zusätzliches Auto einsetzt", bestätigt Habsburg. "Das ist noch nicht ganz bestätigt, aber ich weiß durch Gerhard, dass ich dort im Gespräch bin."

"Das weiß ich nicht", sagt Habsburg. "Ich weiß nur, dass ich eine Chance habe. Das Cockpit wäre für mich perfekt, weil ich nicht nur in der DTM bleiben würde, sondern ein Siegerauto fahren könnte. Es würde mich interessieren, was ich damit erreichen kann."

Derzeit könne Habsburg "nur hoffen und warten", sagt er selbst. "Es kann nicht mehr lange dauern, da der Test bald stattfindet." Am 16. März steigen auf dem Hockenheimring die viertägigen Versuchsfahrten für die DTM-Saison 2020, die Ende April in Zolder gestartet wird. Sitz ist jedenfalls noch keiner angepasst, stellt Habsburg klar. "Aber das dauert nur einen Tag lang und ist derzeit meine letzte Sorge", sagt er.

Sollte Habsburg tatsächlich den Zuschlag erhalten, dann würde er beim WRT-Audi-Kundenteam des Belgiers Vincent Vosse landen, dem er vor einem Jahr trotz von beiden Seiten unterschriebener Absichtserklärung kurzfristige eine Absage erteilte. Vosse stand damals ohne Fahrer da - es kaum zu einem Rechtsstreit zwischen den Parteien, der außergerichtlich gelöst wurde.

"Meine aktuelle Situation erinnert ein bisschen an jene, die ich ihm damals angetan habe", schmunzelt Habsburg und verweist darauf, dass nun er auf den Belgier angewiesen ist. "Man könnte fast von Karma sprechen. Vielleicht hat Vincent sogar ein bisschen Mitleid mit mir."

Könnten sich die damaligen Ereignisse jetzt rächen? "Natürlich ist das unangenehm gelaufen, aber ich habe seitdem öfter mit Vincent gesprochen, und da gibt es überhaupt kein böses Blut", ist Habsburg überzeugt. "Er ist ein super Kerl, wir verstehen uns gut, und am Ende ging es um nichts Persönliches."

Welche Alternativen Habsburg zur DTM hätte? "Ich bin ja gerade beim Heer", spielt er auf die Wehrpflicht an, die er gerade in Österreich leistet. "Und vielleicht werde ich ja Wachtmeister oder so", scherzt er.

Habsburg ist klar, dass Anfang März die meisten Cockpits vergeben sind. "Die Formel-2- und Formel-3-Teams sind alle voll - das weiß ich schon seit Dezember", sagt er. "Natürlich ist die GT-Welt eine Option, oder irgendwas in Richtung ELMS. Das wäre aber vom Niveau her nicht mit der DTM vergleichbar und daher eher eine Art Lückenfüller."

Daher setzt Habsburg alles auf eine Karte: "Die DTM ist im Vergleich zum GT-Motorsport für mich die attraktivste Option. Daher hoffe ich sehr darauf. Wenn man in der DTM stark ist, dann hat man im Motorsport eine gute Perspektive."

© Motorsport-Total.com

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