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Start frei auf dem Salzburgring

Auch 2020 findet man die passenden Antworten, wie man kostengünstig in den Formelsport einsteigen in der Serie, die ihren eigentlichen Ursprung 1992 im Austria Formel 3 Cup hat.

Bernhard Schoke

Hintergrund ist die breite Basis – anstelle von teuren vorgegebenen Varianten – der möglichen Renner, mit denen man an den Start gehen kann. Die Mehrheit stellen Renner der Formel 3 bis zum Baujahr 2018. Dort sind Monoposti der Jahre 1992 bis 2007, die in der Formel-3 Trophy-Wertung fahren, integriert. Hinzu kommen die Formel Renault der Baujahre 2000 bis 2018, die im Formel Renault 2.0 Cup ihre eigene Wertung haben. In der Formel 4 ist es entweder möglich mit einem aktuellen Formel 4 anzutreten, oder mit den ehemaligen Rennern der Formel BMW, Abarth oder Gloria. Erstmals kann man in diesem Jahr auch mit leistungsgesteigerten Formel-3 Flitzern gefahren werden – für sie wurde die Wertung Open Formula Class geschaffen.

Eigentlicher Auslöser war, dass speziell der Formelsport durch die Auflösung vieler vorheriger nationaler Rennserien, insbesondere in der Formel 3 ab 2013, einen markanten Umbruch hat verkraften müssen. Das hat dazu geführt, dass viele Piloten sich für eine Karriere im GT- oder Tourenwagensport entscheiden. Allein zwischen der aktuellen Formel 4 und der FIA Formel 3 liegen allein schon finanziell richtige Welten. “Wir bieten weiterhin ein überschaubares finanzielles Umfeld und fahren auf international bekannten Rennstrecken. Ich denke, dazu leisten wir als Drexler Formel Cup einen guten Beitrag für den Lernprozess, den die meist jungen Fahrer durchlaufen“, berichtete Serienorganisator Franz Wöss.

Häufig wird sie auch als Sprungbrett für die Talente von morgen bezeichnet, die bereits prominente österreichische Fahrer wie Alexander Wurz, der 1994 Champion war und seine internationale Karriere starten konnte.

Auf dem Kurs vor den Toren der Mozartstadt ging in diesem Jahr der verspätete Auftakt über die sprichwörtliche Bühne, bei der einige der ursprünglich vorgesehenen Teams und Fahrer aufgrund der noch geltenden Einschränkungen nicht am Start waren. Offen ist, ob bei den anstehenden weiteren Läufen am

17.-19.07.2020 Mugello (ITA)
28.-30.08.2020 Imola (ITA)
04.-06.09.2020 Brünn (CZE)
24.-25.10.2020 Hungaroring (HUN)
07.-08.11.2020 Monza (ITA)

alle der eigentlich Erwarteten antreten bzw. antreten können.

Die Piloten durchlebten auf dem 4,255 Kilometer langen Kurs unweit der Festspielstadt quasi die ganze Bandbreite der möglichen Wetterbedingungen. Hitze am Freitag, heftiger Dauer-Regen am Renn-Samstag und kühle, aber trockene Bedingungen am Sonntag forderten von den Piloten alles ab, die 2016 letztmalig zwischen Nocksteinkehre und Fahrerlagerkurve zu Gast waren. Dementsprechend waren zuvor auch die jeweiligen Teams mit ihren Mechanikern gefordert, die Fahrwerke der Renner auf die jeweiligen Bedingungen optimal vorzubereiten. So vorbereitet waren am Samstag in der Gesamt-Wertung Sandro Zeller, Thomas Aregger und Thomas Amweg die ersten drei. Und die drei Stockerl- Besucher konnten dies in gleicher Reihenfolge am Sonntag wiederholen.

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