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Mercedes setzt Zeichen: Silberpfeile 2020 schwarz
Foto: Werk

Schwarz statt silber

Das Team von Mercedes setzt für den Rest der Saison 2020 ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung und lässt die Silberpfeile in Schwarz starten.

Das Formel-1-Team von Mercedes setzt ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung: Der Silberpfeil wird ab dem Saisonstart am kommenden Wochenende in Spielberg in Schwarz antreten. Das gab Mercedes am Montag bekannt und zeigte erste Fotos des Autos von Weltmeister Lewis Hamilton und Valtteri Bottas.

In den vergangenen fünf Wochen habe die "Black Lives Matter"-Bewegung ins Scheinwerferlicht gerückt, wie sehr man neue Maßnahmen und aktives Handeln im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in jeder Form benötige, hieß es in einer Mitteilung. Auf dem Halo beider Autos wird der Aufruf "End Racism" zu sehen sein, zudem wird die gemeinsame Formel 1-Initiative #WeRaceAsOne auf den Rückspiegeln der W11 Rennwagen einen Platz finden. Hinzu kommt, dass Mercedes bis zum Ende der Saison ein Vielfalts- und Integritätsprogramm ins Leben rufen will.

"Die Silberpfeile werden in der gesamten Saison 2020 in Schwarz antreten, um unser klares Engagement für mehr Vielfalt in unserem Team und unserem Sport zu demonstrieren", sagte Motorsportchef Toto Wolff in einer Mitteilung. Rassismus und Diskriminierung hätten "keinen Platz in unserer Gesellschaft, unserem Sport und unserem Team", betonte der Wiener: "Die richtigen Überzeugungen und die richtige Geisteshaltung sind nicht genug, wenn wir stumm bleiben. Wir möchten daher unsere Stimme und unsere weltweite Plattform nutzen, um uns für Respekt und Gleichberechtigung einzusetzen."

Champion Hamilton ist der einzige schwarze Fahrer in der Formel 1, zuletzt beteiligte sich der 35-Jährige mehrfach aktiv am Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung. "Ich habe in meinem Leben selbst Rassismus erlebt und gesehen, wie meine Familie und meine Freunde Rassismus ausgesetzt waren. Deshalb kommt mein Aufruf zu Veränderungen von Herzen", so Hamilton.

"Wir möchten gemeinsam ein Vermächtnis aufbauen, das über den Sport hinausgeht. Wenn wir die Richtung vorgeben und damit beginnen, für mehr Vielfalt innerhalb unseres Unternehmens zu sorgen, dann senden wir damit eine starke Botschaft und geben anderen das Selbstvertrauen, selbst den Dialog aufzunehmen, um zu sehen, wie sie Veränderungen herbeiführen können." mid/arei

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