MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Berger über Schnitzer-Aus: "Lamm der beste, den es in seinem Geschäft gab" Gerhard Berger und Charly Lamm: Die beiden waren bis zu dessen Tod in Kontakt
BMW

Berger über Schnitzer-Aus: "Lamm der beste, den es in seinem Geschäft gab"

Wie Schnitzer-Legende Gerhard Berger das Aus für das legendäre BMW-Kultteam erlebt und wieso die Tuppe von Charly Lamm für seine eigene Karriere so wichtig war

Das Ende des legendären BMW-Werksteams Schnitzer nach 57 Jahren ließ rund um den Jahreswechsel auf 2021 niemanden kalt. Viele Motorsportfans warfen dem Münchner Hersteller vor, die eigene Historie mit Füßen zu treten, weil man das Kultteam nicht mehr weiter beauftragte. Doch was sagt mit Gerhard Berger eine echte Schnitzer-Legende zum Thema?

"Das war eine Ehe, bei der man sich wünscht, dass sie ewig weitergehen würde", zeigt sich auch der DTM-Boss in einem neuen Trailer-Kurzvideo auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com sentimental. "Leider hat sie jetzt dieses Ende genommen."

Er selbst habe an Schnitzer "nur gute Erinnerungen", stellt Berger klar. "Für mich war das damals eine Familie - und zwar eine der wichtigsten in meiner ganzen Motorsportzeit. Herbert Schnitzer und Charly Lamm waren ein Traum. Wir haben dort richtig tolle Rennen bestritten - mit viel Erfolg und mit so einer tollen Teamleistung, wie ich sie kaum woanders erlebt habe."

Was Teamchef Charly Lamm so besonders machte

Vor allem Teamchef Charly Lamm, der am 24. Januar 2019 kurz nach seinem Aus bei Schnitzer an den Folgen einer Virusinfektion verstarb, wird von Berger, der in der Formel 1 für Teams wie Ferrari, McLaren und Benetton fuhr, geadelt: "Charly Lamm war für mich der beste, den ich in diesem Geschäft als Teammanager im Tourenwagenbereich kennengelernt habe."

Berger würdigt Lamm aber nicht nur wegen seiner Erfolge. "Da war auch noch seine menschliche Seite", blickt er zurück. "Da gab es nie Neid oder Missgunst. Es hat sich immer jeder mit Schnitzer mitgefreut. Wenn wir den Tom Walkinshaw mit Jaguar und Rover geschlagen haben, dann ist er gekommen und hat sich für Charly und Herbert gefreut. Das war schon ein Team, wie es das ganz selten auf der Welt gibt."

BMW Aus für Schnitzer war "schleichender Prozess"

Aber wieso hat sich BMW von der Kulttruppe getrennt und damit das Ende des Rennstalls eingeleitet? Hatte das damit zu tun, dass die Münchner Ende 2020 nach dem Ausstieg aus der DTM ihr Motorsportprogramm reduzieren mussten oder liegen die Gründe in der Vergangenheit? "Die Ursache, oder den Gang dort hin, das hat schon viel früher begonnen", glaubt Berger. All das sei "schleichend passiert".

Berger erinnert sich, dass Schnitzer schon 1999, als er Motorsportdirektor bei BMW war, für den Le-Mans-Einsatz nicht vorgesehen gewesen wäre. Der Österreicher bestand aber auf Schnitzer als Einsatzteam, was sich als "goldrichtig" erwies. "Wir haben gewonnen - die 24 Stunden von Le Mans".

Aber was sagt Berger dazu, dass Spannungen zwischen Ex-BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt und dem sehr populären Teamchef Lamm zum Bruch zwischen Schnitzer und dem Münchner Hersteller geführt haben? Die Antwort gibt's am Freitag im Video-Interview, das um 17:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com in voller Länge veröffentlicht wird.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Pizzonia: Habe Sohn verteidigt

Ehemaliger Williams-Pilot in den USA verhaftet

Antonio Pizzonia wurde am Wochenende in Texas verhaftet - Der ehemalige Formel-1-Pilot wollte laut eigener Aussage seinen Sohn vor einem anderen Mann verteidigen

MotoGP 2026: Pramac

Pramac zeigt seine Farben

Pramac zeigt als erstes MotoGP-Team der Saison 2026 seine Lackierung der Yamaha M1 - Alle Augen auf Neuzugang und Superbike-Star Toprak Razgatlioglu

MotoGP 2026: Aprilia

Aprilia enthüllt RS-GP26

Aprilia Racing startet 2026 nicht nur mit neuer Optik, sondern mit dem Selbstverständnis eines Titelanwärters in die neue MotoGP-Saison

"Vorfreude umso größer"

Habsburg fährt auch 2026 für Alpine

Während Mick Schumacher die WEC und Alpine in Richtung IndyCar verlassen hat, bleibt Ferdinand Habsburg für drittes Jahr im französischen Werksteam an Bord

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen