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DTM 2021: Saisonauftakt in St. Petersburg fällt aus Die neue GT3-DTM will nicht in Russland, sondern in Monza in die Saison starten
ITR

Neuer DTM-Kalender 2021: Saisonauftakt in St. Petersburg abgesagt

Die DTM präsentiert einen neuen Kalender für die Saison 2021: Das Russland-Comeback scheitert erneut - Was sich sonst ändert und wieso Umstellungen drohen

Die DTM ändert den Kalender für die Saison 2021 : Der von 28. bis 30. Mai geplanten Auftakt in St. Petersburg wird abgesagt, stattdessen startet man erst von 18. bis 20. Juni in Monza in die neue Saison - die erste mit GT3-Boliden. Das hat die DTM-Dachorganisation ITR in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Damit scheitert nach 2020 auch der zweite Versuch, auf dem von Hermann Tilke designten Igora-Drive-Kurs zu fahren.

Die Rennen in St. Petersburg waren ohnehin nur unter Vorbehalt im ursprünglichen Kalender gewesen. Wie es zu dieser Entscheidungen kam, will man nicht sagen. Man bitte "um Verständnis, dass wir uns zu den Hintergründen und zu Einzelheiten des Vertrages nicht weiter äußern", so ein ITR-Sprecher auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'.

Auch der Traditionskurs in Monza würde für die DTM eine Premiere darstellen, denn die Rennen mussten im Vorjahr wegen der Coronavirus-Pandemie ebenfalls abgesagt werden. In der ersten Kalenderversion für 2021 hatte man sich für Monza offengelassen, ob man von 11. bis 13. Juni oder von 18. bis 20. Juni vor den Toren Mailands fährt, jetzt hat sich die ITR auf den späteren Termin festgelegt.

Saisonstart nicht Ende Mai, sondern in zweiter Juni-Hälfte

Im Angesicht der COVID-19-Krise eine nachvollziehbare Entscheidung, denn auch dieses Jahr gilt: Je später man die Rennen anberaumt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese vor Zuschauern stattfinden können. Zumal dieses Jahr auch die Impfung gegen das Coronavirus Hoffnung gibt.

Das ist vor allem für die ITR von enormer Bedeutung, da Gerhard Berger als ITR-Chef nach dem Ende der DTM als Herstellerplattform auf sich alleine gestellt ist - und Einnahmen aus den Ticketerlösen für den Fortbestand der Serie eine große Rolle spielen.

Abgesehen von der Russland-Absage und der Festlegung auf den zweiten Monza-Termin gibt es beim Kalender vorerst keine Änderungen. Das bedeutet, dass die kritisierten Terminkollisionen mit anderen GT3-Serien bestehen bleiben. Statt neun Rennwochenenden sind nun acht vorgesehen. "Die DTM bietet für die neue Saison eine interessante Mischung anspruchsvoller Rennstrecken mit klangvollen Namen", zeigt sich der bei der ITR für die Veranstaltungsplanung zuständige Frederic Elsner zufrieden.

Warum weitere Änderungen drohen

Weitere Änderungen sind aber nicht auszuschließen, da zu befürchten ist, dass die Pandemie das öffentliche Leben länger als ursprünglich erhofft beeinträchtigen wird. Außerdem stellt derzeit auch die Formel E ihren Kalender um, in dem bisher zwei Terminkollisionen mit der DTM in Monza (Berlin) und auf dem Lausitzring (London) enthalten waren.

Da weitere Formel-E-Verschiebungen zu befürchten sind, könnte es zu weiteren Terminkollisionen kommen, wodurch der Verbleib von Piloten wie Meister Rene Rast oder Vizemeister Nico Müller in der DTM in Gefahr wäre.

Motorsport-Total.com

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