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Mirko Bortolotti interessiert an DTM 2022 Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti hat für 2022 die DTM im Blick
DTM

Mirko Bortolotti interessiert an DTM 2022, aber: Lamborghini entscheidet

Mirko Bortolotti ist bei seinem DTM-Gaststart in Assen auf den Geschmack gekommen: Der Lamborghini-Werksfahrer kann sich eine Zukunft dort vorstellen

Mirko Bortolotti hat Blut geleckt. Der Lamborghini-Werksfahrer bestritt in Assen einen Gaststart für T3 Motorsport in der DTM - und sorgte bei seinem Debüt gleich für Furore. Im Samstagsrennen kletterte er auf Zweiter auf das Siegertreppchen, am Sonntag wurde er Siebter. Eine einmalige Sache soll der Gaststart aber nicht gewesen sein.

Bortolotti verriet im Laufe des Wochenendes, dass er die DTM schon von Kindesbeinen an verfolgt. Dementsprechend ist er einem Wechsel in die Serie für die Saison 2022 auch nicht abgeneigt. "Das Interesse ist da, auch von meiner Seite, nicht nur vom Hersteller. Ich denke, es gibt eine Chance", so der Austro-Italiener auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'.

Sein Programm für das kommende Jahr steht allerdings noch nicht fest: "Wir werden darüber in den nächsten paar Wochen reden, denn wir wollen früh eine Entscheidung haben, um die nächste Saison so früh wie möglich präparieren zu können. Das verbessert dann die ganze Vorbereitung. Eine Entscheidung wird sehr bald kommen." Auch in Sachen Rennserien ist noch alles offen.

Überschneidungen verhindern weitere DTM-Starts 2021

Alleine in diesem Jahr pilotierte Bortolotti den Lamborghini Huracan GT3 bei Rennen rund um den Globus. Dazu gehören mit den 24h Dubai, den 24h Daytona, den 24h Nürburgring und den 24h Spa vier der fünf großen 24h-Rennen. Außerdem startet Bortolotti für das Grasser-Team in der GT-World-Challenge Europe und im ADAC GT Masters.

"Ich war natürlich in anderen Serien von Anfang an am Start und kämpfe da um den Titel momentan. Deswegen habe ich Überschneidungen und werde die nächsten Rennen nicht dabei sein können", erklärt Bortolotti im Gespräch mit 'ran', warum er in dieser Saison keinen weiteren Gaststart in der DTM absolvieren wird.

Das Finale auf dem Norisring überschneidet sich mit dem GTWC-Finale in Barcelona. Dort fährt Bortolotti in einem 3h-Rennen um den Sieg. Eine Woche zuvor, wenn die DTM in Hockenheim fährt, steht das nächste Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring an. Dort kämpft Bortolotti zusammen mit Teamkollege Albert Costa noch um die Meisterschaft.

Mirko Bortolotti: Auto für sich haben einfacher als teilen

Allerdings kommt Bortolotti in der DTM eines zugute: Dass er das Auto für sich alleine hat. "Das ist für mich im Prinzip 'Zurück zu den Wurzeln'. Ich bin in den letzten sieben Jahren GT3 gefahren, aber davor hatte ich eine etwas andere Karriere. Ich komme aus dem Kartsport und aus dem Formelsport. Ich war also sehr an diese Art von Rennsport gewöhnt", so der Lamborghini-Werksfahrer.

Bortolotti weiter: "Es war eher ein bisschen schwieriger, mich in solch einem Team-Umfeld mit Fahrerwechseln zurechtzufinden." Diese Art von Rennsport kannte er aus seinen Tagen im Formelsport, wo er unter anderem 2010 in der GP3 und 2011 in der Formel 2 fuhr, nicht. Wie wohl sich Bortolotti dabei fühlt, stellte er auch beim DTM-Gaststart in Assen unter Beweis.

Für 2022 will und kann er sich trotzdem noch nicht festlegen. Nur so viel: "Ich bleibe 2022 bei Lamborghini, denn ich habe einen langfristigen Vertrag mit dem Werk." Doch die Chancen steigen, dass der italienische Sportwagen-Hersteller kräftig in ein DTM-Engagement investiert, wie 'Motorsport-Total.com' jüngst berichtete. Ein Einsatz Bortolottis würde da nach der starken Vorstellung in Assen sehr viel Sinn machen.

Motorsport-Total.com

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