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24h Daytona 2021: Ausfälle und Pech für Österreicher
Wright Motorsport

Spannendes Rennen mit rot-weiß-roter Null-Nummer

Die 24h von Daytona 2021 sind Geschichte. Ganz vorne stürmte Wayne Taylor Racing zum dritten Daytona-Sieg in Folge, dahinter gab es für die österreichischen Fahrer im Feld viel Pech zu beklagen: Die GRT-Lambos fallen aus, der LMP2-Oreca mit Habsburg am Steuer ebenso. Nur Klaus Bachler schaffte es ins Ziel - und landete am undankbaren vierten Platz.

Redaktion

Damit ist der Steirer Klaus Bachler aus österreichischer Sicht der fast schon tragische Held der 24h von Daytona: Sein vierter Platz ist immerhin die beste Klassenplatzierung eines Österreichers. Und das, wie sein Team zu Recht betont, in einer der am heißesten umkämpften Klasse des Rennens. Immerhin starteten mit ihm noch 17 weitere Autos in die GTD-Klasse, in der er mit seinem Porsche 911 GT3-R loszog, um aufs Podium zu fahren. Und just das wäre sich auch fast ausgegangen; er verpasste den dritten Platz in einem Kampf bis zur Ziellinie nur ganz knapp. Dennoch sieht Bachler das Rennen insgesamt positiv, auch wenn er sich verständlicherweise ärgert:

„Wenn du bei einem Klassiker nach 24 Stunden Vierter wirst, musst du normalerweise zufrieden sein. Diesmal ist es aber ganz bitter. Wir sind gut gestartet, waren immer vorne dabei, nach sechs Stunden haben wir geführt. Und das Auto ist sehr gut gegangen. Leider ist dann in der Nacht ein Zwischenfall mit einem anderen Auto passiert, wo wir nichts dafür gekonnt haben. Der Konkurrent hat uns berührt, wobei unser Auto erheblich beschädigt wurde. Wir konnten zwar weiterfahren, doch unser Auto war dann nicht mehr so gut wie vorher. Und wenn man am Ende das Podium so knapp verfehlt, dann schmerzt das doch sehr. Auch wenn wir trotz aller Probleme ein gutes Ergebnis eingefahren, und die Performance des ganzen Teams wirklich sehr gut war.“

Weniger Positives dürften die restlichen Österreicher dem Rennen abzugewinnen haben. Ferdinand Habsburg etwa, der gemeinsam mit Robert Kubica im High-Class-Oreca #20 an den Start ging, war einer von drei Ausfällen in der Klasse und einer von zwölf Ausfällen im gesamten Feld. Schuld war ein defektes Getriebe. Auch die beiden vom Grasser Racing Team eingesetzten Huracan GT3 fielen noch vor Halbzeit der Distanz mit Problemen im Motorumfeld zurück und schließlich ganz aus.

Zu den Ergebnissen insgesamt: Während der Acura ARX-05 DPi mit der Startnummer 10 und Albuquerque/Taylor/Rossi/Castroneves am Steuer als Erster durchs Ziel sauste, gewann in den LMP2 Era Motorsport mit einem Oreca und Ryan Dalziel, Dwight Merriman, Kyle Tilley und Paul-Loup Chatin am Volant. In der GTLM-Klasse war es hingegen eine Art Schaulaufen von Corvette. Am ende Gewann die C8.R mit der Startnummer 3 und den Piloten Jordan Taylor, Antonio Garcia und Nicky Catsburg. Skurril allerdings: Garcia verpasste aufgrund eines positiv ausgefallenen Coronatests einen großen Teil des Rennens. In Vorbereitung wurde er laut Corvette zunächst negativ getestet, später dann aber positiv. Der Spanier wurde isoliert und Taylor/Catsburg waren gezwungen, das Rennen weitestgehend als Duo zu bestreiten. Das wurde mit dem Klassensieg belohnt. In der GTD-Klasse wiederum gewann dieses Jahr zum ersten Mal seit 2017 mal KEIN Lamborghini. Stattdessen sicherten sich Maro Engel, Indy Dontje, Russell Ward und Philip Ellis am Steuer des HTP-Mercedes-AMG mit der Startnummer 57 das oberste Stockerl-Plätzchen.

Die insgesamt 59. Auflage der 24 Stunden von Daytona war im IMSA-Kalender 2021 das erste von zwölf geplanten Rennen. Weiter geht es mit dem nächsten Klassiker: der 69. Auflage der 12 Stunden von Sebring am 20. März. Das eigentlich für den Tag zuvor angesetzt gewesene 1.000-Meilen-Rennen von Sebring der Langstrecken-WM (WEC) wurde derweil für dieses Jahr abgesagt.

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