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KTM-Team kann nicht anknüpfen

Der Kurs direkt an der Nordsee – circa 30 Kilometer westlich von Amsterdam – war für alle Teilnehmer aufgrund der im letzten Jahr erfolgten umfangreichen Renovierung und der Veränderungen von Schlüsselstellen quasi wieder als Neuland einzuordnen. So auch für das Razoon Racing Team aus Eggersdorf bei Graz mit dem Fahrer-Duo Leo Pichler (Weiz bei Graz) und Leon Wassertheurer.

Bernhard Schoke

Die eigentliche, grundlegende Streckenführung, das Layout, ist weitgehend erhalten geblieben, aber darüber hinaus standen alle Piloten vor „einigen“ Neuheiten.

Dies betrifft insbesondere drei elementare Stellen: Die letzte Kurve vor Start- und Ziel die Arie Arie Luyendykbocht, dann die erste Kurve nach der Ziellinie und „Turn 3“, die Hugenholtz-Bocht. Sie habe jetzt alle eine markante Gemeinsamkeit: Überhöhte „Steil“-Kurven mit unterschiedlichen Gradzahlen. Dadurch ändern sich zum einen die möglichen Linien. Im Getümmel der ersten Runden wird dann „gern“ statt der schnellsten Variante die kürzere Version gewählt, um den oder die vor einem fahrenden Piloten durch den Überraschungs-Effekt so aus dem Rhythmus zu bringen, dass man an ihnen doch vorbeikommt.

Soweit – so gut, aber in Zandvoort kommt noch ein weiterer elementarer Faktor hinzu. Denn: Je nach Windrichtung waren und sind die daraus resultierenden Auswirkungen hier mehr oder weniger erheblich.

Bei ‚auflandigen‘ Wind wird nämlich der Sand vom Strand über den Dünenkamm direkt auf die Strecke transportiert.

Dementsprechend fehlt es in Verbindung mit den hier neuen Asphaltabschnitten an belastbaren Erfahrungswerten, wie sich diese nur hier anzutreffende Kombination auswirkt. Hintergrund: Die Werte sind beispielsweise notwendig für die Einstellung der Fahrwerke einerseits und die Bremspunkte andererseits.

Da aber alle Piloten gleichermaßen davon betroffen sind, ergeben sich daraus keine Reglement-relevanten Vor- oder Nachteile. „Nur“ ein wenig mehr Arbeit für die Teams und die Mechaniker, die die diesbezüglichen Wünsche und Vorstellungen der Piloten umsetzen müssen. So auch für das Razoon Racing Team aus Eggersdorf bei Graz mit dem Fahrer-Duo Leo Pichler (Weiz bei Graz) und Leon Wassertheurer. Die beiden Youngster konnten demzufolge - quasi folgerichtig – nicht an die Leistungen des Saisonbeginn anknüpfen.
Das Rennen am Samstag war nach einer Kollision zwischen Pichler und Ben Dörr im vorzeitig beendet. Aber nicht nur das. Das Manöver hatte auch Auswirkungen auf die Startaufstellung für den zweiten Meisterschaftslauf in den Niederlanden. Die Sportkommissare verhängten eine Sportstrafe gegen Pichler, nachdem sie die Onboard-Videos ausgewertet hatten. Der KTM X-Bow GT4 in der Startaufstellung strafversetzt. Startfahrer Leon Wassertheurer wird im Grid für das Sonntagsrennen auf dem Dünenkurs um fünf Positionen zurückversetzt.

Hinzu kam am Sonntag, dass die Piloten bereits zu Beginn der zweiten Runde die rote Flagge sahen. Abbruch. Neustart, gelbe Flaggen sowie weitere Safety-Car Phasen bremsten das Feld ein und damit die Möglichkeit nach vorn zu fahren. Wir schauen deshalb nach vorn – auf die anstehenden Rennen Anfang August auf dem Nürburgring – war das zusammenfassende Fazit.

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