MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

24h-Nürburgring Qualifikations-Rennen

Sieben in Österreich lebende Piloten schafften den Sprung in die Top 20. Allen voran Klaus Bachler und Martin Ragginger im Falken Porsche sowie Philipp Eng im Rowe BMW M6 GT3. Wahl-Österreicher Nicki Thiim schaffte zum einen den Sprung aufs Stockerl und Marco Holzer fuhr beim letzten Test zum anderen in die Top 10. Vor dem Endurance-Klassiker war eines schon jetzt ganz deutlich: Die Leistungsdichte an der Spitze ist nochmals gestiegen – 21 Boliden waren nach sechs Stunden in einer Runde.

Text und Bilder: Bernhard Schoke

Darunter auch der Wiener Mirko Bortolotti, der in der Woche zuvor beim dritten Lauf der Nürburgring Langstreckenserie mit dem Lamborghini-Werks-Team noch ausgesprochenes Pech hatte, schaffte den Sprung in die Top 20. Ebenso Thomas Preining, der aktuell mit polnischer Lizenz antritt.
Alle die an der Spitze kämpften, hatten eine Gemeinsamkeit: Fehler oder Pech dürfen einfach nicht passieren, wenn man ganz oben stehen will.

Klaus Bachler brachte es bei entsprechender Nachfrage auf den Punkt: „Wir waren bei der Code 60 Phase im Streckenabschnitt Pflanzgarten zu Beginn der zweiten Rennhälfte richtig gehandicapt, weil wir eines der ersten Autos waren, das demgemäß ganz langsam fahren musste. (Anmerkung: In den Bildern der Galerie konkret nachvollziehbar). Dadurch haben wir soviel Zeit verloren, die wir nicht wirklich wieder aufholen konnten. Aber wir wissen, dass wir ganz vorn dabei sein können. Wenn wir keine Fehler machen und auch das notwendige Quäntchen Glück haben, dann können wir in rund vier Wochen um den Gesamtsieg kämpfen.“

Ein wenig mehr Erfolg braucht dann das KTM X-Bow Team von Reinhard Kofler, der zusammen mit den beiden Stuck-Brüdern, Johannes & Ferdinand unter österreichischer Flagge antritt. Für sie war nach rund der Hälfte der Rennens Schluss. Etwas besser lief es für den in Bad Kleinkirchheim wohnhaften Karlheinz Teichmann in seinem X-Bow und Markus Flasch (Pfarrwerfen) die sich im Mittelfeld platzieren konnten. Besser lief es für Laura Kraihamer (Salzburg) im reinen „Mädels“-Audi R8 LMS GT4 und Florian Janits (Steinberg Dörfl) sowie Tamino Bergmeier (Melle) in einem weiteren X-Bow, die im vorderen Drittel die schwarz-weiß-karierte Zielflagge sahen.

Alle Beteiligten waren sich in einem Punkt einig: Die hohe Leistungsdichte wird am ersten Juni Wochenende beim Rennen zweimal rund um die Uhr für eines der spannendsten Rennen der Geschichte sorgen. Als Hintergrund wird allgemein die Balance of Performance (BoP) genannt, durch die die Renner von Porsche, Audi, Mercedes und BMW Leistungs-mäßig ganz nahe beieinander sind.

Ob dabei bereits alle Teams- und Marken ihre wahre Leistungsfähigkeit dargestellt haben, blieb offen. Auch dies gehört zur Vorbereitung des Langstrecken-Klassikers in der Eifel. Erst wenn die finale Startaufstellung auf dem Programm steht, zeigt sich was wirklich technisch und fahrerisch möglich ist.
Vor diesem Hintergrund kommen dann auch den sogenannten Exoten im Feld eine nicht ganz unbedeutende Rolle zu.

Der Lamborghini Huracan GT3 Evo oder der Ferrari 488 GT3 Evo sowie mit dem spektakulären Glickenhaus SCG004c ist ebenso zu rechnen wie dem neuen KTM X-Bow GTX, wenn bei ihnen, wie bei allen anderen Teams jedes notwendiges Detail passt und dabei auch der Wettergott – im Gegensatz zum letztjährigen – im September ausgetragenen Rennen auch mit den Piloten ist.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Test auf nachgebautem Norisring!

AMG zieht vor DTM-Finale alle Register

Wie Mercedes-AMG den Norisring auf einem Flugplatz nachbaute, damit Maximilian Götz perfekt vorbereitet ins Titelfinale geht, und welche Asse er noch im Ärmel hat.

Wettschulden sind Ehrenschulden!

Ricciardo darf in Austin NASCAR-Auto fahren

Zak Brown löst seine Wettschulden zeitnah ein und verschafft Daniel Ricciardo in Austin die Möglichkeit, das NASCAR-Auto von Dale Earnhardt zu fahren.

Der zweite Platz in Marokko hat gereicht

Walkner holt vorzeitig WM-Titel

Obgleich Walkner in Marokko in der letzten Wertungsprüfung doch noch Platz 1 Pablo Quintanilla abtreten musste, reicht dem Österreicher sein zweiter Gesamtrang der Marokko-Rallye schon, um sich noch vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi zum Cross-Country Rallye Weltmeister 2021 zu küren.