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Kimi Räikkönen: "Bin froh, dass es bald vorbei ist!" Kimi Räikkönens Formel-1-Karriere endet in neun Tagen
Motorsport Images

Kimi Räikkönen: Warum sollte ich emotional werden?

Kimi Räikkönen sehnt seinem Karriereende herbei und sieht vor den letzten beiden Rennen keinen Grund für Emotionalität - Kein Trackwalk und kein Simulator

Zwei Rennen noch, dann ist die Formel-1-Karriere von Kimi Räikkönen beendet. Am vergangenen Freitag hatte es für ihn bereits eine Abschiedsparty bei Sauber in Hinwil gegeben, doch mittlerweile kann das Saisonende für den "Iceman" nicht schnell genug kommen: "Ich freue mich darauf. Ich bin froh, dass es bald vorbei ist", sagt er.

Emotional berühren tut ihn weder das bevorstehende Karriereende, noch die Abschiedsfeier: "Warum sollte ich deswegen emotional werden?", fragt er. "Es ist nichts traurig und nichts schlecht daran. Es ist eine gute Sache."

Saudi-Arabien und Abu Dhabi muss Räikkönen noch überstehen, dann kann er sich endlich seiner Familie zuhause widmen. Die beiden letzten Rennen sind für ihn - wie könnte es auch anders sein - nichts Besonderes: "Wie jedes andere Rennen", zuckt er mit den Schultern. "Wir machen unser normales Zeug und bekommen hoffentlich ein gutes Ergebnis und haben dabei Spaß."

In Dschidda steht an diesem Wochenende aber noch einmal ein neuer Kurs für ihn auf dem Plan. Groß beschäftigt hat er sich im Vorfeld damit noch nicht. Sauber besitzt zwar einen hochmodernen Simulator, aber die Strecke ist dort noch nicht eingespeist. "Es ist also das Gleiche wie beim letzten Rennen", sagt er. "Wir haben den Simulator, aber nicht die Streckenkarte."

Hilfreich könnte da vielleicht der Trackwalk sein, doch auch den spart sich Räikkönen im Normalfall, weil er kein großer Fan davon ist. Und mit 6,174 Kilometern Länge ist der Jeddah Corniche Circuit die zweitlängste Strecke der Formel 1. "Noch ein Grund mehr, keinen zu machen", lacht der Finne.

"Ich laufe aber eigentlich nie. Vielleicht wenn ich ein Bike oder einen Elektroroller finde, dann funktioniert es ganz gut. Aber beim letzten Rennen habe ich auch keinen gemacht", sagt er über Katar - ebenfalls ein neues Rennen.

Einen Titel könnte sich der "Iceman" in dieser Saison aber noch schnappen: den Überhol-Award, wo er auf Augenhöhe mit Sebastian Vettel und knapp hinter Fernando Alonso liegt. Und wie sehr möchte Räikkönen den Titel? "Gar nicht. Ich weiß nicht", sagt er.

"Vielleicht sollte ich dann immer ganz hinten starten. Zählt es, wenn ich jemanden vorbeilasse und ihn dann wieder überhole?", fragt er. "Wir geben einfach unser Bestes und schlagen uns hoffentlich ganz gut."

Den Titel des Meiste-Formel-1-Rennen-Schauers wird Räikkönen nach seinem Karriereende aber nicht gewinnen. Zwar weiß er noch nicht, was er in Zukunft machen wird, vor dem Fernseher hängen, wenn die Königsklasse läuft, wird es aber sicher nicht sein. Zwar werde er sich ein paar Grands Prix ansehen, aber auch alle 23? "Mit Sicherheit nicht."

Motorsport-Total.com

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