MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Dreimaliger Indy-500-Sieger Bobby Unser verstorben Bobby Unser ist im Alter von 87 Jahren eines natürlichen Todes gestorben
IndyCar

Dreimaliger Indy-500-Sieger Bobby Unser verstorben

IndyCar-Legende Bobby Unser ist im Alter von 87 Jahren friedlich eingeschlafen - Der zweimalige IndyCar-Meister hinterlässt seine Frau und vier Kinder

Bobby Unser, dreimaliger Sieger des Indianapolis 500, ist am Sonntag im Alter von 87 Jahren in seinem Zuhause in Albuquerque (New Mexiko) verstorben. Das teilte seine Familie am Montag mit.

Unser gewann das Indy 500 in den Jahren 1968, 1975 und 1981. Damit ist er der einzige Fahrer neben Rick Mears, der das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis in drei unterschiedlichen Jahrzehnten gewinnen konnte.

Er wurde 1934 in Colorado Springs als Bruder von Al Unser sen. geboren. Er war außerdem Onkel von Al jun. Beide haben ebenfalls das Indy 500 gewinnen können. Ein weiterer Bruder, Jerry, starb bei der 1959er-Ausgabe des Rennens.

Bobby Unser begann 1949 mit dem Motorsport auf dem Roswell Speedway. Schon ein Jahr später gewann er seine erste Meisterschaft bei den Southwestern Modified Stock Cars im Albuquerque Speedway Park. Nach drei Jahren in der Air Force von 1953 bis 1955 entschieden sich Bobby und seine Brüder Terry und Al, Rennfahrer-Karrieren im United States Auto Club (USAC) zu verfolgen.

Bobby holte sieben Siege bei den USAC Sprint Cars und wurde in den Jahren 1965 und 1966 jeweils Dritter der Meisterschaft. Außerdem gewann er sechs USAC-Stock-Car-Rennen und drei Läufe bei den USAC Midgets.

Große Karriere bei den IndyCars

Seine Karriere bei den IndyCars begann Ende 1962. Drei Jahre lang fuhr er für Andy Granatelli auf Boliden mit dem legendären Novi-Motor. Bei seinem ersten "500"-Start 1963 kam er noch nicht weit: Nach zwei Runden beendete ein Unfall sein Rennen.

Es dauerte bis 1967, dass er seinen ersten Sieg auf der Mosport-Strecke holte. 1968 und 1974 wurde er IndyCar-Meister (strenggenommen Meister der USAC Championship Car Series). Er holte während seiner Karriere 35 Siege, landete achtmal unter den besten Drei der Endabrechnung und wurde 1990 Teil der Hall of Fame des Indianapolis Motor Speedways.

Nach seinem kontroversen Indy-500-Sieg 1981 beendete er seine Karriere. Der Sieg wurde ihm zunächst aberkannt, weil er andere Fahrzeuge unter Gelb überholt haben soll. Fünf Monate später erhielt er den Sieg zurück, weil Teambesitzer Roger Penske juristisch erfolgreich gegen das Ergebnis vorging. Unser wurde stattdessen zu einer Geldstrafe von 40.000 Dollar verurteilt.

Nach dieser Kontroverse gab er an, dass er über den Zustand des Sports desillusioniert sei. Dennoch startete er eine erfolgreiche TV-Karriere. Er arbeitete bei IndyCar- und NASCAR-Rennen für ABC, NBC und ESPN.

Bobby Unser holte außerdem 13 Klassensiege beim legendären Pikes-Peak-Bergrennen und wurde zehnmal Gesamtsieger, was beim "Race to the Clouds" mit dem Titel "King of the Mountain" bezeichnet wird.

Unser hinterlässt sein Frau Lisa, seine Söhne Bobby jun. und Robby sowie seine Töchter Cindy und Jeri.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Am 4. März 2022 ist es soweit

Gran Turismo 7: Trailer und Release

Im Rahmen des Playstation Showcase-Events gestern hat Playstation einen neuen Trailer zu Gran Turismo 7 veröffentlicht. Dieser zeigt nicht nur die phänomenale Optik des Spiels, sondern verrät zudem das Release-Datum: den 4. März 2022.

In Assen: Auer, Klien und Bortolotti

Österreichisches Triumvirat am DTM-Start

Vom 17. bis zum 19. September dreht sich im Norden der Niederlande alles um die DTM. Mit dabei ist ein dynamisches Trio aus Österreich: Lucas Auer, Christian Klien und Mirko Bortolotti

Premierensieg in der DTM Trophy

Mega-Rennen für Reinhard Kofler in Assen

Auf der niederländischen Rennstrecke sammelten die KTM-Piloten mehr Punkte in der DTM Trophy als je zuvor. Neben dem Sieg von Kofler trugen Top-10-Plätze von Florian Janits dazu bei

"Am Ende war alles fertig"

DTM: Lucas Auers perfekter Tag in Assen

Erst die überraschende Poleposition, dann der erste Saisonsieg: Lucas Auer landete beim DTM-Rennen in Assen einen Befreiungsschlag, den er selbst nicht ganz versteht.