MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Spanier verhindert in Budapest knapp Engs Doppel-Sieg

Erfolgreiches Heimspiel für das CUPRA X Zengo Motorsport Team in Budapest (letztere haben ihren Sitz ganz in der Nähe des Hungarorings): Mikel Azcona schafft es durch einen dominanten Lauf im SuperFinal B dem Österreicher Eng (Romeo Ferraris-M1RA) gerade noch den Titel "King of the Weekend" wegzuschnappen und damit erste ETCR-Pilot mit zwei davon am Konto zu werden.

Es hatte so gut ausgesehen: Nach guten, wenn auch nicht ganz fehlerfreien Läufen am Samstag legte Philipp Eng am Steuer seiner Giulia aus dem Romeo Ferraris-M1RA-Rennstall beim SuperFinal A eine sensationelle Vorstellung im Zweikampf mit dem Top-Mann des CUPRA X Zengo Motorsport-Teams hin: Mattias Ekström, der von der Pole aus gestartet war. Am Ende ging Eng gerade 0,4 Sekunden vor Ekström über die Ziellinie. Der Drittplatzierte, Jordi Gené, ebenfalls CUPRA, überquerte diese erst 3 Sekunden später.

Doch am Nachmittag sollte Mikel Azcona dem Salzburger doch noch einen Strich durch die Rechnung machen: Der Spanier startete im SuperFinal B von der Pole aus und verlor die Führung nur ganz kurz in den ersten paar Kurven, als Luca Filippi - der von ganz hinten gestartet war - die Lücken, die sich für seinen Romeo Ferraris-M1RA Giulia ETCR auftaten, voll ausnutzte. Doch als der Großteil des Feldes zum ersten Mal auf die Start-/Zielgerade einbog und dabei seine Power-Ups nutzte, stürmten Azcona und Jean-Karl Vernay von Hyundai Motorsport N auf Kosten des Italieners auf die Spitzenpositionen.

Azcona blieb danach weitgehend unangefochten und fuhr neben seinem Sieg die maximale Punktzahl von 77 Zählern ein, was SuperFinal A-Sieger Philipp Eng doch noch von der Spitze verdrängte. Damit ist Azcona der erste Fahrer dieser jungen Liga, der es zum ersten Mal geschafft hat, diesen Titel zwei Mal für sich zu beanspruchen. Um das aber in Perspektive zu rücken: Eng trat dieses Wochenende auch erst das zweite Mal in der PURE ETCR an. Man darf also durchaus noch großes von dem Österreich und dem Romeo Ferraris-Team erwarten.

Leider war der Hungaroring dieses Wochenende aber auch der Schauplatz einer unliebsamen Premiere: Augusto Farfus konnte beim SuperFinal A nicht antreten, weil sein Hyundai schlicht den Dienst verweigerte. Weniger außergewöhnlich oder "neu" war der zweite Ausfall: Der Romeo-Ferraris-Pilot Filippi duellierte sich im SuperFinal B mit Daniel Nagy in dessen CUPRA, wobei der Italiener nach einem Dreher in die Bande krachte. Der Aufprall war nicht sonderlich hart, aber dennoch stark genug um einen Teil seiner Karosserie hinten Rechts so in Mitleidenschaft zu ziehen, dass dieses seinen Reifen aufstach und somit das Rennen für Filippi beendete.

Wie dem auch sei bedeuten diese Ergebnisse, dass sich fünf Fahrer Hoffnungen darauf machen können, beim Saisonfinale in Frankreich im Oktober den ersten PURE ETCR-Titel zu gewinnen: Ekström, Vernay, Azcona, Gené und Baptista.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Sie machen damit einen Fehler"

Formel-E-Boss kritisiert neuen F1-Weg

Formel-E-Boss Alberto Longo freut sich über die erhöhte Aufmerksamkeit auf seiner Serie und glaubt nicht, dass sich die Formel 1 mit dem Weg einen Gefallen tut

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Nahost-Konflikt - Katar-GP

MotoGP plant Verschiebung statt Absage

Anders als für die Formel 1 plant Liberty Media für die Motorrad-WM angesichts des Konflikts am Persischen Golf keine Komplettabsage ihres Nahost-Rennens im April

GP von China: Bericht

Antonelli feiert ersten Sieg

Andrea Kimi Antonelli gewinnt sein erstes Formel-1-Rennen vor George Russell und den erneut heiß kämpfenden Ferraris - Komplettes McLaren-Debakel ohne Rennstart

"Lange auf meiner Wunschliste"

Verstappen startet bei 24h Nürburgring

Max Verstappen startet 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Warum das Rennen "seit langem auf seiner Wunschliste" steht und was er außerdem plant